Knip-Gründer: 5 Thesen zur Marktentwicklung

Berater Top News von Michael Fiedler

Wie schätzt Dennis Just, Gründer von Digital-Makler Knip, den Markt ein? Wo sieht das Unternehmen Wachstumschancen und wie ist das Verhältnis zu anderen FinTechs? Auf dem Partnerkongress der Versicherungsforen gewährte Just Einblicke.

Dennis Just

Dennis Just auf dem Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig. Bild: procontra

Klassische Vermittler haben den Anschluss verpasst“, schrieb Dennis Just vor einigen Wochen auf dem Blog von Knip. Auf dem Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig präsentierte sich der junge CEO weniger angriffslustig. So sei die Startup-Szene im Versicherungsbereich weit weniger zerstritten, als der mediale Eindruck manchmal glauben macht. Tatsächlich würde ein reger Austausch stattfinden und Just gratulierte Finance Fox zur kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde. Von Neid also keine Spur. Im Gegenteil: Er wertete den Erfolg von Finance Fox als gutes Signal für die FinTech-Szene insgesamt und damit auch für Knip.

Der Digital-Makler, der seit kurzem auch BVK-Mitglied ist, beschäftigt derzeit 16 festangestellte Versicherungsmakler, so Just. Ihre Aufgabe: Die Betreuung der inzwischen über 20.000 Maklermandate. Doch damit ist Knip längst nicht am Ziel. Der Digital-Makler will verstärkt ins Leben-Geschäft einsteigen und plant gegen Jahresende größere Aktionen zur Neukundengewinnung.

Mit welchen Entwicklungen Dennis Just rechnet, hat procontra in 5 Thesen zusammengefasst:

  • Die Kundenakquise-Kosten werden steigen.
  • Auf dem Maklermarkt wird eine Konsolidierung einsetzen. Der Trend wird zu größeren Maklerunternehmen gehen.
  • Versicherer und Vermittler werden ihren Fokus verstärkt auf die Customer Lifetime Value (CLV) ausrichten.
  • Der Direktabschluss über den Versicherer wird stark zunehmen.
  • Die Zusammenarbeit von Banken und Versicherungen wird zunehmen (bancassurance).
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