Generali in Zukunft ohne Fortuna

Versicherungen von Michael Fiedler

Nach dem Run-Off der Verkauf: Die Generali Schweiz trennt sich von ihrer liechtensteinischen Tochter Fortuna Lebensversicherungs AG. Wer der Käufer ist.

Peter Herzog

Peter Herzog, Deputy Chief Executive Officer, Generali Schweiz Holding AG. Bild: Generali

Bereits 2012 sorgten schwächelndes Lebensversicherungs-Geschäft und hohe Betreuungskosten für eine Neuausrichtung der Fortuna Lebensversicherung AG aus Liechtenstein. Zeitweise wollte man nur noch mit Jung DMS zusammenarbeiten, später der Rückzug von dieser Position – doch eine Festigung im LV-Markt gelang nicht. 2015 wurde die Fortuna Lebensversicherung AG vollständig in Run-Off versetzt.
Nun meldete die Generali Schweiz Holding den Verkauf der liechtensteinischen Tochtergesellschaft. Man wolle sich auf den Schweizer Kernmarkt fokussieren und die „operative Effizienz steigern“, hieß es von Generali Schweiz.

Fortuna folgt auf Skandia

Käufer der Fortuna ist die FWU AG aus Deutschland. Der Finanzdienstleister aus München übernahm 2015 die VHV-Anteile der AtlanticLux Lebensversicherung und ist seitdem dortiger Alleinaktionär. Anfang 2016 kam die Skandia Österreich dazu. Unternehmensangaben zufolge, verwaltet die FWU Group insgesamt Beitragssummen in Höhe von etwa 10 Mrd. Euro.
Durch den Kauf der Fortuna kommen ca. 44.000 Verträge und ein verwaltetes Vermögen von ca. 700 Mio. CHF hinzu.

Die Betreuung der Versicherten sei sichergestellt, so die Generali Schweiz: „Die FWU AG hat sich verpflichtet, für vollständige Kontinuität bei den Geschäftsbeziehungen zwischen Fortuna Lebens-Versicherungs AG und ihren Versicherungsnehmern zu sorgen.“
Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Der Genehmigungsprozess wird voraussichtlich Anfang 2017 abgeschlossen.