FinanceFox: "Makler haben das Beratungs-Know-how, wir die Technik"

Digital von Martin Thaler

Das InsurTech Finance Fox will sich von den sogenannten "Bestandsräubern" absetzen und setzt auf Kooperation mit den Maklern. Investoren scheinen das Geschäftsmodell zu goutieren und investierten weitere 28 Millionen US-Dollar.

Das InsurTech FinanceFox hat bei einer weiteren Finanzierungsrunde 28 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Das InsurTech FinanceFox hat bei einer weiteren Finanzierungsrunde 28 Millionen US-Dollar eingesammelt. Foto: Alexas_Fotos - pixabay.de

Vergangene Woche waren die Nachrichten eher nicht das, was sich das InsurTech-Unternehmen FinanceFox vorgestellt hatte. Wie procontra berichtete, war das Unternehmen erfolgreich abgemahnt worden. Grund: Obwohl keine entsprechende Zulassung vorlag, bezeichnete sich das Unternehmen als Versicherungsberater.  

Diese Woche scheint die Welt für das ambitionierte Unternehmen mit Schweizer Wurzeln wieder besser auszusehen: Wie in einer Pressemitteilung mitgeteilt wurde, konnte das InsurTech weitere 28 Millionen US-Dollar an Risikokapital einsammeln. Neue Lead-Investoren sind die Venture-Capital-Geber Target Global sowie Horizons Ventures – letzteres Unternehmen hatte unlängst bereits in das Berliner Unternehmen friendsurance investiert.  

Das Geld will FinanceFox laut Ankündigung unter anderem in die Kundengewinnung investieren sowie die registrierten Makler unterstützen, ihre Kunden- und Vertragsbestände auf der Plattform auszubauen. Denn im Gegensatz zu den sogenannten „Bestandsräubern“ setzt das StartUp laut eigenen Angaben auf Kooperation mit den Maklern. „Makler haben das Versicherungs-Know-how und die Beratungskompetenz, wir die innovative Technik“, so FinanceFox-CEO Julian Teicke.  

So würden Makler, die sich auf der Community-Plattform registriert haben, ihre Bestände und Provisionen behalten, heißt es. FinanceFox selbst würde die Verträge nur treuhänderisch verwalten. Nur Kunden, die FinanceFox initiativ anschreiben und einen neuen Berater suchen bzw. aus ihrer Sicht keinen festen Berater haben, würden FinanceFox ihre Mandate überschreiben, hatte Teicke Anfang des Jahres gegenüber dem Fachmedium Cash erläutert.  

Mit dem bislang gefahrenen Kurs scheint das Unternehmen zufrieden zu sein. 60.000 Kunden würden derzeit in der Schweiz und Deutschland betreut. „Wir wollen FinanceFox als Premium-Anbieter im Segment der InsurTechs etablieren", erklärt Teicke selbstbewusst.