DIA drängt bei bAV-Reform auf Tempo

Versicherungen von Martin Thaler

Unternehmen und bAV-Anbieter warten auf das Andrea Nahles ankündigte Reformprogramm für die betriebliche Altersversorgung. Doch bislang existiere nicht einmal ein Entwurf, moniert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

Das DIA fordert, dass die Pläne für eine Ausweitung der betrieblichen Altersversorgung endlich auf den Tisch kommen müssen.

Das DIA fordert, dass die Pläne für eine Ausweitung der betrieblichen Altersversorgung endlich auf den Tisch kommen müssen. Foto: Sponchia - pixabay.de

Das Deutsche Institut für Altersversorgung (DIA) dränt bei der Umsetzung der bAV-Reform aufs Tempo. „Seit Wochen schon warten Unternehmen und bAV-Anbieter auf greifbare Vorschläge für das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das schon länger angekündigt ist. Doch bislang existiert, so räumte der zuständige Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein, noch nicht einmal ein Entwurf“, kritisierte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

„Wenn der Diskussionsprozess, der zu diesem Gesetz mit den Beteiligten geführt wird, nicht bald Ergebnisse bringt, wird die Zeit knapp, es noch in der laufenden Legislaturperiode zu verabschieden.“  

Die betriebliche Altersversorgung brauche dringend neue Impulse, fordert das DIA. Obwohl nur knapp die Hälfte aller Beschäftigen über keine betriebliche Altersversorgung verfüge, stagnierten die Zahlen. Unter den Frauen sei dieser Anteil mit 58 Prozent besonders hoch.  

Die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung ist sehr ungleich. Während die Abdeckung in großen Betrieben sehr hoch ist, sieht es bei kleinen und mittleren Betrieben ganz anders aus. In den kommenden Wochen will Sozialministerin Andrea Nahles ihr umfassendes Rentenkonzept präsentieren, dass auch die betriebliche Altersversorgung umfasst.  

Zuletzt war bekannt geworden, dass das Bundesarbeits– sowie das Bundesfinanzministerium mit den Sozialpartnern über eine Abschaffung der Arbeitgeberhaftung verhandeln. Eine Einigung hierüber stehe allerdings noch aus, erklärte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums gegenüber procontra.  

Eine Umfrage Anfang des Jahres hatte jedoch ergeben, dass nur jeder dritte bAV-Verantwortliche in der gesetzlichen Haftung der Arbeitgeber ein Hindernis für die bAV sieht. 

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