Britische Immobilienfonds öffnen wieder

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Nach dem Brexit-Votum gaben verunsicherte Anleger massenhaft ihre Anteile an britischen Immobilienfonds zurück. Daraufhin verhängten die Anbieter einen Rücknahmestopp. Jetzt nehmen sie im Gegenzug für eine Strafgebühr die Auszahlung wieder auf.

Britische Immobilienfonds öffnen wieder

Britische Immobilienfonds öffnen wieder. Bild: Fotolia/ Eisenhans

Die Situation am britischen Immobilienmarkt scheint sich zu entspannen. Jedenfalls wollen die sieben Fonds, die kurz nach dem Brexit-Votum der Briten am 23. Juni die Rücknahme ihrer Anteilsscheine gestoppt hatten, jetzt wieder auszahlen. Wie das Fachmedium „Die Immobilie“ unter Verweis auf die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, will Columbia Threadneedle den Rücknahmestopp voraussichtlich am 26. September wieder aufgehen. Die Gesellschaft habe die Aussicht auf 25 Objektverkäufe zu Preisen, die lediglich etwa 1 Prozent unter den Bewertungen vor dem Referendum über den EU-Austritt Großbritanniens liegen.

Auch die Mitbewerber Aberdeen Asset Management und Canada Life nehmen dem Bericht zufolge wieder Anteile ihrer Fonds, die in britische Immobilien investieren, zurück. Allerdings verlangen sie dafür eine 3- beziehungsweise 7-prozentige Strafgebühr. Eine ähnliche Abgabe erheben auch M&G Investments, Standard Life Investments, Aviva Investors und Henderson. Legal & General, die ihren Immobilienfonds nicht geschlossen hatten, verzichtet inzwischen auf eine solche Gebühr.

Insgesamt sieben britische Immobilienfonds waren nach den Marktturbulenzen infolge des Brexit-Votums eingefroren worden. So hatte beispielsweise Columbia Threadneedle Investments nach massenhaften Abflüssen einen Rücknahmestopp verhängt. „Wir verzeichneten ein beispielloses Niveau an Rücknahmen“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg Don Jordison, Chef der Immobiliensparte bei Columbia Threadneedle.

Doch inzwischen habe sich die Situation deutlich beruhigt. Daher solle der Rücknahmestopp bei Columbia Threadneedle voraussichtlich am 26. September wieder aufgehoben werden, berichtet Bloomberg. Demnach habe die Fondsgesellschaft die Aussicht auf 25 Objektverkäufe zu Preisen, die lediglich etwa 1 Prozent unter den Bewertungen vor dem Referendum über den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs Ende Juni liegen. Auch die Mitbewerber Aberdeen Asset Management und Canada Life nehmen wieder Anteile ihrer Fonds, die in britische Immobilien investieren, zurück. Allerdings verlangen sie dafür eine 3- beziehungsweise 7-prozentige Strafgebühr. Eine ähnliche Abgabe erheben auch M&G Investments, Standard Life Investments, Aviva Investors und Henderson. Legal & General, die ihren Immobilienfonds nicht geschlossen hatten, verzichtet inzwischen auf eine solche Gebühr.