Umdenken bei Gesundheitstarifen

Berater von Martin Thaler

Die Deutschen zeigen sich zunehmend bereit, Gesundheitsdaten an ihre Krankenversicherungen weiterzureichen, um hierfür belohnt zu werden. Dies zeigt eine neue Umfrage. Doch es gibt auch eine Kehrseite.

Sieht bei den Deutschen eine wachsende Akzeptanz von Gesundheits-Tarifen. Prophet-Partner Felix Stöckle.

Sieht bei den Deutschen eine wachsende Akzeptanz von Gesundheits-Tarifen. Prophet-Partner Felix Stöckle. Foto: Prophet

Anfang Juli brachte die Generali Versicherung den Vitality-Tarif in Deutschland auf den Markt. Das einfache Prinzip hierhinter: Wer sich ausreichend bewegt, das Fitnessstudio besucht, beim Einkauf auf gesunde Lebensmittel setzt oder aufs Rauchen verzichtet, wird von Generali hierfür belohnt.  

Zahlen, wie der Tarif von den Kunden angenommen wird, hat Generali zwar noch nicht veröffentlicht. Eine neue Umfrage der Markenberatung Prophet macht dem italienischen Versicherer allerdings Mut, mit seinem Vitality-Tarif den richtigen Nerv getroffen zu haben.  

Der Prophet-Umfrage zufolge sind 76 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sie von ihrer Krankenkasse belohnt werden sollten, wenn sie gesund leben und sich fit halten. Und 37 Prozent der Deutschen gaben sich auch offen, ihre gesundheitlichen Daten via Fitness-App an ihre Krankenkasse weiterzugeben, bei den Unter-34-Jährigen ist es die Hälfte aller Befragten. Für Prophet-Partner Felix Stöckle ein überraschendes Ergebnis: „Eigentlich gelten die Deutschen ja als sehr sensitiv in Sachen Datenschutz. Offenbar findet hier langsam ein Umdenken statt. Besonders bei jungen Menschen, den sogenannten Millennials.“ Doch auch, dass knapp 25 Prozent der Über-55-Jährigen sich hierzu bereit erklärt hatten, überrasche ihn.

Seite 1: Umdenken in Sachen Datenschutz
Seite 2: Hausarzt statt App

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare