Swiss Life: Ertragskraft gesteigert

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Die Swiss Life-Gruppe hat im ersten Semester 2016 erneut ihre Ertragskraft verbessert und den bereinigten Betriebsgewinn um 4% auf CHF 730 Millionen gesteigert. Daraus resultierte ein Reingewinn von CHF 500 Millionen (Vorjahr: CHF 493 Millionen).

„Wir sind mit unserem neuen Unternehmensprogramm „Swiss Life 2018“ erfolgreich gestartet. Die konsequente Ausrichtung auf profitables Wachstum und der Fokus auf den Ausbau des Fee-Geschäfts zahlten sich auch im ersten Halbjahr 2016 aus“, sagt Patrick Frost, CEO der Swiss Life-Gruppe. „Erneut ist es uns gelungen, wesentliche Bereiche unseres Geschäfts weiterzuentwickeln und den rauen Marktbedingungen die Stirn zu bieten. Insbesondere die Steigerung des Betriebsgewinns, der direkten Anlageerträge und des Fee-Geschäfts sowie das Senken des technischen Zinses und der Kosten im Versicherungsgeschäft zeigen, dass Swiss Life sehr gut auf Kurs ist, um die finanziellen Ziele für 2016 zu erreichen.“

Operative Stärke nahm erneut zu

Die Swiss Life?Gruppe hat im ersten Semester 2016 erneut ihre Ertragskraft verbessert und den bereinigten Betriebsgewinn um 4% auf CHF 730 Millionen gesteigert. Daraus resultierte ein Reingewinn von CHF 500 Millionen (Vorjahr: CHF 493 Millionen). Swiss Life ist es gelungen, das Fee-Ergebnis (Gebühren- und Kommissionsgeschäft) um 16% auf CHF 194 Millionen zu erhöhen – insbesondere aufgrund des gestiegenen Beitrags von Swiss Life Asset Managers sowie von Swiss Life Select in Deutschland und in der Schweiz. Swiss Life ist somit in der Diversifikation der Gewinnquellen einen weiteren Schritt vorangekommen.

Swiss Life erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 trotz anhaltend tiefen Zinsen laufende direkte Anlageerträge von CHF 2,2 Milliarden und liegt damit leicht über dem Niveau der Vorjahresperiode (plus CHF 56 Millionen). Das entspricht einer nicht annualisierten direkten Anlagerendite von 1,5% (Vorjahr: 1,5%). Die Nettokapitalerträge reduzierten sich wegen tieferer Kapitalgewinne auf CHF 2,3 Milliarden (Vorjahr: CHF 2,8 Milliarden), was zu einer Nettoanlagerendite von 1,6% führte (Vorjahr: 2,0%). Diese Anlagerendite ermöglichte einmal mehr, die versicherungstechnischen Rückstellungen zugunsten der Versicherten zu stärken (um CHF 0,5 Milliarden). Der durchschnittliche technische Zins sank in Folge von Rückstellungsverstärkungen und des verbesserten Business-Mix auf 1,58% (gegenüber 1,64% per 1. Januar 2016).

Swiss Life Schweiz steigerte gegenüber der Vorjahresperiode ihren operativen Gewinn um 2% auf CHF 420 Millionen. Das Fee-Ergebnis stieg auf CHF 11 Millionen (Vorjahr: CHF 2 Millionen) – in erster Linie dank einem gesteigerten Beitrag von Swiss Life Select Schweiz. In Frankreich konnte Swiss Life mit EUR 125 Millionen das Ergebnisniveau des Vorjahres knapp bestätigen (Vorjahr: EUR 126 Millionen). Das Fee-Ergebnis sank aufgrund eines Rückgangs bei Swiss Life Banque Privée auf EUR 16 Millionen (Vorjahr: EUR 20 Millionen). Deutschland verzeichnete eine Ergebnissteigerung um 13% auf EUR 57 Millionen. Haupttreiber war das gestiegene Fee-Ergebnis von EUR 29 Millionen (Vorjahr: EUR 21 Millionen) aufgrund des gesteigerten Beitrags bei den Endkundenvertrieben. Swiss Life International hat das Ergebnis von EUR 20 Millionen mit diszipliniertem Kostenmanagement auf EUR 22 Millionen (plus 11%) verbessert. Das Fee-Ergebnis stieg auf EUR 17 Millionen (Vorjahr: EUR 16 Millionen). Ein starkes Segmentergebnis erzielte Swiss Life Asset Managers mit CHF 115 Millionen, was einem Plus von 13% entspricht, wobei der Ergebnisbeitrag des Drittkundengeschäfts mit CHF 27 Millionen stark ausgebaut werden konnte (plus 84%).

Profitabilität und Kapitaleffizienz haben Priorität

Gegenüber der Vorjahresperiode sind die Prämieneinnahmen in lokaler Währung um 9% auf CHF 10,1 Milliarden zurückgegangen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass für die Swiss Life?Gruppe im anspruchsvollen Marktumfeld Profitabilität und Kapitaleffizienz Priorität haben. Bei den Fee-Erträgen konnte die Gruppe in lokaler Währung um 3% auf CHF 656 Millionen zulegen.

Im Heimmarkt Schweiz kam das Prämienvolumen auf CHF 6,6 Milliarden zu stehen. Das sind minus 6% gegenüber der Vorjahresperiode. Dies als Konsequenz aus dem strengeren Underwriting insbesondere bei den Einmaleinlagen. Im Unternehmenskundenbereich verzeichnete Swiss Life einen Prämienrückgang um 5% auf CHF 5,9 Milliarden. Im Privatkundengeschäft gingen die Prämien um 17% auf CHF 0,7 Milliarden zurück. Zudem setzte Swiss Life Schweiz ihre Vollsortimenterstrategie im Unternehmenskundengeschäft erfolgreich fort: Der Neugeschäftsanteil mit teilautonomen Versicherungslösungen konnte auf 23% mehr als verdoppelt werden (Vorjahr: 9%). In Frankreich verzeichnete Swiss Life einen Prämienrückgang von 2% auf EUR 2,0 Milliarden, was hauptsächlich auf tiefere Einnahmen im Lebensversicherungsbereich zurückzuführen ist. Swiss Life in Deutschland erzielte ein Prämienvolumen von EUR 576 Millionen (Vorjahr: EUR 604 Millionen), ein Rückgang um 5%. Die planmässige Reduzierung des traditionellen Geschäfts konnte durch die Steigerung der modernen Sparprodukte sowie der Berufsunfähigkeitsversicherungen teilweise kompensiert werden. Swiss Life International verzeichnete einen Prämienrückgang von 42% auf EUR 651 Millionen – hauptsächlich im Geschäft mit vermögenden Privatkunden.

Swiss Life Asset Managers erzielte im Anlagegeschäft für Drittkunden in den ersten sechs Monaten 2016 einen Nettoneugeldzufluss von CHF 4,9 Milliarden. Damit verwaltete das Unternehmen CHF 44,4 Milliarden (plus 14% gegenüber Vorjahresende) an Vermögen für Dritte. Zusammen mit den Anlagen der Versicherungsgesellschaften (CHF 157,8 Milliarden) verwaltete Swiss Life Asset Managers per 30. Juni 2016 Vermögen von insgesamt CHF 202,2 Milliarden (plus 9% gegenüber dem Vorjahresende). Der Ertrag von Swiss Life Asset Managers erhöhte sich um 9% auf CHF 288 Millionen (Vorjahr: CHF 263 Millionen). Davon stammt mit CHF 153 Millionen (plus 17%) mehr als die Hälfte aus dem Geschäft mit externen Kunden.

Fortschritte bei der Effizienz – solide Solvenz

Die Effizienzquoten verbesserten sich gegenüber der Vorjahresperiode gruppenweit um 2 Basispunkte auf 0,28% (nicht annualisiert). Der Grund waren die im Versicherungsbereich rückläufigen Kosten sowie ein Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen. Trotz weiter gefallenen Zinsen konnte die Neugeschäftsmarge mit 1,5% (Vorjahr: 1,7%) auf dem Ambitionsniveau gehalten werden. Der Wert des Neugeschäfts sank von CHF 145 Millionen im ersten Semester des Vorjahres auf CHF 113 Millionen. Swiss Life erreichte im ersten Halbjahr 2016 eine bereinigte Eigenkapitalrendite von 11,1% (Vorjahr: 11,6%). Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital stieg um 18% auf CHF 14,3 Milliarden – insbesondere aufgrund der höheren unrealisierten Gewinne auf Obligationen. Die Cash-Remittance an die Swiss Life Holding AG konnte im ersten Halbjahr 2016 auf CHF 557 Millionen gesteigert werden (Vorjahr: CHF 369 Millionen). Swiss Life wies per 1. Januar 2016 eine SST-Quote von 146% aus (bei der FINMA eingereicht auf Basis des mit Auflagen genehmigten internen Modells). Die Solvenz nach dem europäischen Standard «Solvency II» lag per 1. Januar 2016 bei über 200%.

Patrick Frost: „Die makroökonomischen Bedingungen für unser Geschäft werden uns weiterhin fordern. Die Resultate des ersten Halbjahres 2016 zeigen jedoch, dass wir schnell auf Herausforderungen reagieren. Dank der konsequenten Ausrichtung auf die Kunden stellen wir sicher, dass Swiss Life innovativ und nahe am Markt bleibt.“

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