So viel verloren offene Immobilienfonds in der Abwicklung

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Die acht Produkte für Privatanleger liegen aktuell bis zu 52 Prozent im Minus. Der Verkauf der Objekte läuft zum Teil noch. Bei welchen Fonds die Chance auf eine schwarze Null am größten ist.

Bis zu 52 Prozent verloren offene Immobilienfonds.

Bis zu 52 Prozent verloren offene Immobilienfonds. Foto: underdogstudios - fotolia.com

Nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008 kam es zu einer großen Krise bei den offenen Immobilienfonds - acht Produkte, die für deutsche Privatanleger zugelassen waren, mussten abgewickelt werden. Seitdem haben diese Produkte zwischen 2 und mehr als 52 Prozent an Wert verloren. Woran die Unterschiede liegen könnten und welches Produkt am wahrscheinlichsten mit einer schwarzen Null aus der Abwicklung herausgeht, darüber berichtet ein Immobilien-Portal unter Berufung auf einen Artikel im Handelsblatt. Hier die zusammengefassten Ergebnisse:

 

FondsVerlust seit Okt. 2008 in %
CS Euroreal2,2
SEB Immoinvest2,6
Kanam Grundinvest8,2
Degi International22,5
Axa Immoselect27,1
Degi Europa37,2
TMW Weltfonds46,4
Morgan Stanley P2Value52,8

Der Informationsdienst nennt auch mögliche Gründe für die Verlust-Unterschiede:  

* Bei CS Euroreal, SEB Immoinvest und Kanam Grundinvest nehmen die Fondsgesellschaften die Abwicklung noch selbst vor. Sie geben die Verwaltung erst am Jahresende (Kanam) beziehungsweise Ende April 2017 (CS, SEB) an die Depotbanken ab.   

* CS Euroreal, SEB Immoinvest und Kanam Grundinvest hatten fünf Jahre, die restlichen fünf Produkte nur drei Jahre Zeit für die Abwicklung. Daher mussten Morgan Stanley P2Value & Co. bereits während der Krise Objekte verkaufen, was nur mit hohen Abschlägen möglich war. Das sei auch einer der Gründe dafür gewesen sein, dass keiner dieser fünf Fonds bis zur Übergabe der Fondsverwaltung an die Depotbank alle seine Objekte verkaufen konnte.  

Die drei verbleibenden Fonds gehen dem Bericht zufolge davon aus, bis zur Übergabe der Fondsverwaltung an die Depotbank alle Objekte verkaufen zu können. Bei Kanam Grundinvest sei das am wahrscheinlichsten. Bei CS Euroreal und SEB Immoinvest sehe es schlechter aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Fonds alle Immobilien aus ihren Beständen bis Ende April 2017 verkaufen sei gering, habe die Fondsberatung Drescher & Cie. gegenüber dem Handelsblatt erklärt.