Neuer Schutz ab dem 43. Krankheitstag

Versicherungen von Stefan Terliesner

Assistance Services und Credit Life bringen ein neues Versicherungsprodukt auf den Markt: die betriebliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Makler sollen hiermit Zugang zu einem gewaltigen Marktsegment bekommen.

Die Assistance Services GmbH und Credit Life International bringen eine betriebliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung auf den Markt.

Die Assistance Services GmbH und Credit Life International bringen eine betriebliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung auf den Markt. Foto: cirquedesprit - fotolia.com

Es gibt ein neues Versicherungsprodukt: die betriebliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung (bAU). Die beiden Unternehmen Assistance Services GmbH und Credit Life International sind jetzt damit auf den Markt gekommen. Laut einer Pressemitteilung von Assistance Service, der Vertriebsgesellschaft der  German Assistance Versicherung AG, die wiederum zur DEVK Versicherungen gehört, finanziert der Arbeitgeber die bAU. Damit erhielten große Vertriebsgesellschaften, Maklerpools sowie Banken den Zugang zu einem Marktsegment mit gut 30 Millionen potenziellen Kunden – so viele Menschen seien in Deutschland sozialversicherungspflichtig bei ihren Arbeitgebern angestellt.

Versorgungslücke von 25 Prozent  

Laut Pressetext „leiden“ diese Angestellten im Fall einer längeren Arbeitsunfähigkeit ab dem 43. Krankheitstag unter einer Versorgungslücke von durchschnittlich 25 Prozent ihres bisherigen Nettoeinkommens. Die neue bAU schließe im Krankheitsfall die Einkommenslücke zwischen dem von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlten Krankengeld und dem vorherigen Nettoeinkommen nahezu vollständig. Im Leistungsfall zahle die bAU monatlich einen fest vereinbarten Betrag, um die Versorgungslücke zu schließen.

Versichern ließen sich die Arbeitnehmer im Rahmen eines Gruppenversicherungsvertrages über den jeweiligen Arbeitgeber. Die Abwicklung erfolgt über eine eigene Onlineplattform, an die sich Vertriebe anbinden können, heißt es in der Mitteilung.

Keine Gesundheitsfragen

Obwohl arbeitgeberfinanziert, sei das Angebot fast kostenneutral für die Betriebe. Der Monatsbeitrag für alle Mitarbeiter liege in der Regel bei nur einem halben Prozent der monatlichen Lohnsumme. Die Beiträge seien alters- und geschlechtsneutral, es würden keine Gesundheitsfragen gestellt. Es bestehe lediglich bei Vertragsbeginn eine Wartezeit von drei Monaten. Die Beiträge zahle der Arbeitgeber.

Die Arbeitnehmer müssten lediglich den geldwerte Vorteil der Beiträge versteuern.  Ein Bestandteil der neuen bAU seien Assistance-Leistungen im Krankheitsfall. Dazu zählten zum Beispiel eine Telefonhotline für medizinische Informationen sowie die Vermittlung von Dienstleistungen wie Essen auf Rädern, Besorgungen, Begleitung bei Arzt- oder Behördengängen sowie Wäscheservice und Putzhilfe.

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