„Hippe Webseite bedeutet nicht gutes Geschäftsmodell“

Digital Top News von Martin Thaler

InsurTechs haben sich auf die Fahne geschrieben, den Versicherungsmarkt aufzumischen. Doch schaffen sie das auch? Das untersuchte eine neue Studie - und kam zu gemischten Ergebnissen.

Rollen InsurTech-Unternehmen den Markt auf? Das untersuchte eine neue Studie.

Rollen InsurTech-Unternehmen den Markt auf? Das untersuchte eine neue Studie. Foto: Versicherungsforen Leipzig

Die Botschaft klingt deutlich: InsurTechs werden den Versicherungs-Markt umkrempeln. Doch wie stark ist die Disruptionskraft der neuen Anbieter wirklich? Dies untersuchte das Beratungsunternehmen Oliver Wyman zusammen mit Policen Direkt in der neuen Studie „InsurTech-Radar“.  

So lässt sich sagen, dass die StartUps die Branche zumindest stark verunsichert haben. Viele Unternehmen springen auf den Digitalisierungszug auf, beteiligen sich selbst an InsurTech-Unternehmen oder bauen eigene digitale Strukturen auf. „Bisher schwankt die Branche zwischen Hype und Hysterie. Es ist an der Zeit, das Thema nüchtern und analytisch zu betrachten“, sagt Dietmar Kottmann, Partner und Digital Insurance Lead Europa bei Oliver Wyman.  

Diese Analyse zeigt, dass die Angebote der InsurTech-Firmen bei weitem nicht in allen Bereichen überzeugen können. Vor allem im traditionellen Kerngeschäft der Versicherer – nämlich bei Kreieren neuer Angebote – tun sich die Neulinge schwer. Ausnahmen sind situativer Versicherungsschutz oder Policen, die enge Communities adressieren. „Das allerdings sind Nischenthemen, in denen geringes wirtschaftliches Potenzial steckt“, sagt Versicherungsexperte Kottmann. „Im Klartext: Nur weil Peer-to-Peer draufsteht, muss es sich noch lange nicht um ein überlegenes Geschäftsmodell handeln.“  

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