Fondsbasierte Riester-Verträge häufigster Beschwerde-Gegenstand

Investmentfonds Top News von Michael Fiedler

Während die Verwaltung von offenen und geschlossenen Fonds „beschwerdefrei“ bleibt, entfielen die meisten Eingaben auf fondsbasierte Riester-Verträge, so der Ombudsmann für Investmentfonds.

Dr. h.c. Gerd Nobbe

Legte den aktuellen Tätigkeitsbericht vor: Fondsombudsmann Dr. h.c. Gerd Nobbe. Bild: Screenshot Ombudsstelle für Investmentfonds

Die Mitgliedsunternehmen der Ombudsstelle verwalteten zum Stichtag 31. Dezember 2015 mehr als 2,6 Mio. fondsbasierte Riester-Verträge mit einem Gesamtdepotwert von über 18 Mrd. Euro.

Und genau diese staatlich geförderten fondsbasierten Altersvorsorgeverträge waren häufigster Gegenstand von Schlichtungsvorschlägen, so Ombudsmann Dr. h. c. Gerd Nobbe. 

Aus seinem aktuellen Tätigkeitsbericht geht hervor, dass mehrere Verbraucher die „miserable“ Wertentwicklung ihrer Riester-Verträge beklagten. Dabei wurde insbesondere die fehlerhafte Verwaltung geltend gemacht. Das Vorsorgekapital sei ganz oder überwiegend in renditearme Rentenfonds angelegt oder umgeschichtet worden, so der Vorwurf. Wertsteigerungs-Chancen durch die Anlage in Aktienfonds seien dadurch nicht genutzt worden. Auch wenn die ausgezahlte Zusatzrente wesentlich geringer war, als bei Abschluss des Vertrages prognostiziert, sahen Verbraucher Grund, die Ombudsstelle anzurufen.

Seite 1: „Miserable“ Wertentwicklung bei fondsbasierten Riester-Verträgen
Seite 2: Niedrigzins und Fallbeispiele

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