Einfrieren des Rentenniveaus könnte 600 Milliarden Euro kosten

Versicherungen von Martin Thaler

Sowohl CSU-Chef Horst Seehofer als auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sprechen sich für ein Einfrieren des jetzigen Rentenniveaus aus. Dies könnte allerdings teuer werden, wie eine Prognos-Studie errechnet.

Spricht sich für ein Einfrieren des Rentenniveaus auf heutigem Niveau aus: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Spricht sich für ein Einfrieren des Rentenniveaus auf heutigem Niveau aus: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Foto: BMWi/ Maurice Weiss

Die Gewerkschaften fordern es, Politiker von SPD bis zur CSU plädieren ebenfalls hierfür: Die Stabilisierung des jetzigen Rentenniveaus, das aktuell bei rund 48 Prozent des Durchschnittseinkommens liegt.  Bis zum Jahr 2040 wird es vermutlich 41,7 Prozent fallen, bei gleichzeitiger Erhöhung des Beitragssatzes auf 23,7 Prozent des Bruttolohns.  

Eine Stabilisierung des Rentenniveaus würde für die Steuer- und Beitragszahler allerdings enorme Kosten verursachen, wie eine Studie des Prognos Instituts im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zeigt.  

Dieser Studie zufolge könnten sich die Mehrausgaben bis zum Jahr 2040 auf insgesamt 600 Milliarden addieren. Allein das Jahr 2040 würde mit 57,4 Milliarden zu Buche schlagen.   Der Großteil der knapp 600 Milliarden – rund 460 Milliarden Euro – müssten die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Dies ist nur durch ein Ansteigen der Beiträge machbar. Anstatt auf 23,7 Prozent würde der Beitragssatz dann bis 2040 laut Prognos-Berechnungen auf 26,6 Prozent steigen. Das wären durchschnittlich pro Arbeitnehmer eine Zusatzbelastung von 64 Euro. 130 weitere Milliarden Euro müssten vom Steuerzahler aufgebracht werden.

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