Bayerische greift bei asspario zu

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Erst kurze Zeit am Markt, nun steigt bereits die Bayerische beim Assekuradeur asspario ein. 75 Prozent will der Versicherer übernehmen. Was er sich davon verspricht.

Sieht die Beteiligung an aspario als wichtig für die Ausrichtung der Bayerischen als Kompositversicherer an: Bayerische-Vorstand Martin Gräfer.

Sieht die Beteiligung an aspario als wichtig für die Ausrichtung der Bayerischen als Kompositversicherer an: Bayerische-Vorstand Martin Gräfer. Foto: Bayerische

Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass die ehemaligen degenia-Macher Holger Koppius und Frank Löffler mit dem neu gegründeten Pool asspario an den Start gingen – nun hat die Bayerische Versicherungsgruppe sich die Mehrheit an dem Assekuradeur gesichert. 75 Prozent wird die Bayerische laut einer Pressemitteilung nach einer erfolgten Kapitalerhöhung übernehmen – die übrigen 25 Prozent werden indes weiter in den Händen von Gründer Koppius bleiben. Das Bad Kreuznacher Unternehmen entwickelt und betreibt Deckungskonzepte im Bereich der privaten Komposit- und Rechtsschutzversicherung sowie in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen im Bereich der gewerblichen Komposit-Sparten.  

„Wir sind glücklich, mit dieser Beteiligung die Expertise der asspario im Rahmen unserer weiteren Ausrichtung und Positionierung als Kompositversicherer nutzen zu können“, sagt Martin Gräfer, Vorsitzender des Vorstandes der Bayerischen Beamten Versicherung AG, dem Kompositversicherer der Bayerischen.  

Das Unternehmen will asspario, für das die Bayerische bereits als Risikoträger in privaten Schaden-Haftpflicht-Unfall (SHU)-Produkten agiert, als Plattform nutzen, auf der sie künftig neue Produktideen entstehen lassen und schneller in den Markt bringen kann.  

Asspario will dabei weiter seine digitalen Prozesse weiterentwickeln und sich auf die Wiese als kostengünstiger Assekuradeur am Markt positionieren. „Für den Makler ist der vergleichsweise niedrige Preis für den Versicherungsschutz ihrer Kunden ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt asspario-Vorstand Löffler, verantwortlich für Vertrieb.  

Neu in den Vorstand gerückt ist durch die Bayerische-Beteiligung Maximilian Buddecke, Leiter Maklervertrieb der Bayerischen. Neben seinen bisherigen Aufgaben beim Versicherer soll Buddecke künftig neue strategische Geschäftsfelder für die Bayerische und asspario entwickeln, wie es heißt.  

 „Der digitale Assekuradeur asspario hat eine klare Mission: schneller auf Markttrends reagieren und durch schlanke Prozesse die effiziente Arbeitsweise der Vermittler zu unterstützen“, sagt Maximilian Buddecke. „Digital darf dabei nicht nur ein Schlagwort sein, sondern muss zum messbaren Nutzen des Vertriebspartners und seines Kunden beitragen.“

Ende Juni hatte die Bayerische bereits den E-Commerce-Anbieter sum.cumo AG erworben.

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