„Aktienhausse steht erst am Anfang“

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Der Bullenmarkt hat noch zehn bis 15 gute Jahre vor sich, glaubt Vermögensverwalter Stephan Albrech. In dieser Zeit könnten die Kurse weit deutlicher steigen als bisher. Zunächst aber droht eine Korrektur.

Hält eine Aktien-Hausse, die für weitere zehn bis 15 Jahre anhält, für möglich: Stephan Albrech, Vorstand von Albrech & Cie.

Hält eine Aktien-Hausse, die für weitere zehn bis 15 Jahre anhält, für möglich: Stephan Albrech, Vorstand von Albrech & Cie. Foto: Albrech & Cie

Vermögensverwalter sind quasi von Berufs wegen Optimisten. Ihre Zuversicht soll auf Anleger ansteckend wirken, damit sie „Geld locker machen“ und es einem Verwalter anvertrauen, damit dieser es am Aktienmarkt investiert. Tatsächlich gelten Aktien auf lange Sicht als renditestarke Anlageklasse. Das unterstreicht jetzt der Vermögensverwalter Stephan Albrech, Vorstand bei Albrech & Cie. Seiner Meinung nach hat der aktuelle Bullenmarkt erst 2013 und nicht bereits 2009 begonnen. Und die Hausse könne noch zehn bis fünfzehn Jahre anhalten. „In dieser Zeit könnten die Kurse weit deutlicher steigen als bisher“, schreibt Albrech in einer Mitteilung an Journalisten.   

„Das Beste liegt noch vor uns“  

Aus seiner Sicht haben die Indizes S&P 500 und DAX Performance-Index ihre Höchststände von 2007 erst im dritten Quartal 2013 überwunden. Die Hausse in Amerika und Deutschland sei damit erst drei Jahre alt, und nicht sieben Jahre. Die Börsengeschichte zeige, dass Bullenmärkte wie in den 1950/60er und 1980/90er Jahren zwischen einem und zwei Jahrzehnten anhalten können.

„Sollte sich dieses Szenario dieses Mal bewahrheiten, wäre die logische Schlussfolgerung: Das Beste am Aktienmarkt liegt nicht hinter, sondern vor uns!“, meint Albrech.  

Zwar seien insbesondere in den USA die Bewertungen im Verhältnis zu den Unternehmensgewinnen „ambitioniert“. Doch seien die Zinsen wie auch die Inflation auf einem historischen Tiefststand bzw. sogar negativ. In einem solchen bislang unbekannten Umfeld könnten Aktien eine bislang unbekannt hohe Bewertung erreichen, ist der Vermögensverwalter überzeugt. Auch das Sentiment der Anleger gegenüber Aktien stimme ihn zuversichtlich.

Dazu Albrech: „Gefragt, was sie mit Geld tun würden, das sie zehn Jahre lang nicht benötigen, antworteten amerikanische Privatanleger, die ja eher aktienaffin sind, jüngst: Immobilien kaufen (45 %), auf dem Konto lassen (23 %), Gold kaufen (16 %), Aktien ins Depot legen (16 %). Man kann nicht gerade behaupten, dass dies ein euphorisch hoher Wert für Aktien wäre. Unsere These: Dieser Wert wird sich in den kommenden Jahren deutlich nach oben entwickeln, wenn immer mehr Anleger auf den fahrenden Aktienzug springen wollen.“  

Scharfe Korrektur im Jahr 2017  

Wie bei jedem längeren Bullenmarkt werde es aber Phasen geben, in denen die Kurse auf der Stelle treten oder gar spürbar nachgeben. Albrech rechnet im Jahr 2017 mit einer schärferen Korrektur am Aktienmarkt. Für längerfristig orientierte Anleger seien das Einkaufkurse.

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