Versicherungsvertrieb: Dies sind die größten Herausforderungen

Berater von Martin Thaler

Generell sei aufgrund der schwierigen Marktsituation weiter mit sinkenden Abschlusskosten zu rechnen. „Die Marktsituation bleibt also auch 2016 für die Vermittler schwierig, so dass wir auf der Ertragsseite mit weiter sinkenden Margen rechnen“, prognostiziert Kruse. „Das gegenwärtige Provisionsniveau wird infolge des Lebensversicherungs-Reformgesetzes in einer zweiten Anpassungswelle weiter abnehmen.“ Zwar abgeschwächt durch ein ohnehin geringes Vertriebspotenzial in der Lebensversicherung, werde es im Ergebnis aber dennoch im Deckungsbeitrag der Vermittler messbar sein. „Es dürfte recht anspruchsvoll werden, dies über eine Ausweitung der Produktion, sei es durch höhere Produktivität oder die Ausweitung der Beratungskapazitäten, zu kompensieren.“ 

Eine weitere Zunahme der Regulierungsintensität könnte durch Insurance Distribution Directive (IDD) eintreten, so Kruse. Solange deren konkrete Ausgestaltung und Umsetzung ins nationale Recht jedoch nicht feststehe, könne man hier keine seriösen Prognosen anstellen.  

Aller erschwerten Rahmenbedingungen zum Trotz, sieht Kruse jedoch auch Chancen für den Vertrieb entstehen: „Gleichwohl bieten sich gerade in dieser Situation auch Wachstumsperspektiven für die Marktteilnehmer, die in der Reorganisation ihrer Geschäftsmodelle zügig voranschreiten und sich damit abheben können.“

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