Vermittlerzahl geht weiter zurück

Berater von Martin Thaler

Der Trend hält an: Die Zahl der Versicherungsvermittler geht weiter zurück. Eine Gruppe ist besonders betroffen.

Die Zahl der Versicherungsvermittler ist weiter rückläufig.

Die Zahl der Versicherungsvermittler ist weiter rückläufig. Foto: djvstock - fotolia.com

Die Zahl der Versicherungsvermittler in Deutschland geht weiter zurück – das zeigt ein Blick auf das Versicherungsvermittler-Register des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, der nun neue Zahlen vorlegte.   Diesen zufolge lag die Gesamtzahl der Versicherungsvermittler am 1. Juli dieses Jahres bei 230.528 Personen. Das waren knapp 800 weniger als noch am 1. April (231.312) und beinahe 3.000 weniger als noch am 1. Januar diesen Jahres (233.430).  

Wie bereits zuvor ging auch diesmal der Rückgang beinahe ausschließlich zu Lasten der gebundenen Versicherungsvertreter ohne Erlaubnis. Deren Zahl ging im Vergleich zum April um rund 900 zurück und beträgt nun 149.997. Im Januar diesen Jahres waren es noch knapp 3000 Personen mehr gewesen – 152.928 gebundene Versicherungsvertreter wurden damals noch von der DIHK-Statistik angezeigt.   Noch deutlicher wird der Rückgang der gebundenen Versicherungsvertreter, wenn man noch weiter im Kalender zurückblättert – im Januar 2011 lag die Anzahl noch bei 182224 Personen.  

Ein Grund hierfür sind sicherlich die Digitalisierungsstrategien vieler Versicherer, in deren Rahmen insbesondere auch Stellen im Vertrieb abgebaut werden. So gaben zuletzt unter anderem Ergo den Abbau von 2400 Stellen bekannt, Zurich wollte sich von 825 Mitarbeitern trennen und auch die Talanx gab einen Abbau von Vertriebsstellen bekannt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hatte in einer Studie errechnet, dass durch die Digitalisierung zehn Prozent aller Stellen im Banken- und Versicherungswesen wegfallen könnte.  

Im Gegensatz zu den gebundenen Versicherungsvertretern steigt die Zahl der Versicherungsmakler – wenn auch nur leicht. So lag sie zum 1. Juli bei 46.687 Personen – 39 mehr als im April (46.648) und 45 mehr als im Januar (46.642). 

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