Schnellere Maklerkommunikation ab 7. Oktober

Digital Top News von Martin Thaler

Das Projekt Maklerkommunikation 4.0 des GDV soll den Datenaustausch zwischen Maklern und Versicherern vereinfachen. 15 Unternehmen sind bislang an Bord, bereits 18.000 "gut beraten"-Konten nutzbar.

Die Ansprüche der Kunden an Makler und Versicherer wachsen - mit dem MKK 4.0 ist man hier aber auf einem guten Weg, glaubt Christian-Hendrik Noelle, GDV-Geschäftsführer Digitalisierung.

Die Ansprüche der Kunden an Makler und Versicherer wachsen - mit dem MKK 4.0 ist man hier aber auf einem guten Weg, glaubt Christian-Hendrik Noelle, GDV-Geschäftsführer Digitalisierung. Foto: GDV

Eine schnellere, sicherere und einfachere Kommunikation zwischen Maklern und Versicherungsunternehmen – das verspricht das Projekt Maklerkommunikation 4.0 (MKK 4.0), mit dem der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Prozesse und Kommunikationsstrukturen im Vertrieb verbessern möchte.  

Das Projekt habe nach GDV-Angaben am gestrigen Montag „den entscheidenden Meilenstein für den Roll Out passiert“. Im Klartext heißt das wohl: Die MKK 4.0 ist funktionsfähig, zuletzt wurde die Online-Registrierungskomponente abgenommen, die nun in einer abschließenden Testphase geprüft wird. Am 7. Oktober dieses Jahres soll es dann losgehen – dann können sich alle Makler, die über ein Konto bei der Trusted German Insurance Cloud (TGIC) verfügen, via Internet bei der MM 4.0 anmelden. Bereits heute gebe es durch die Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ gut 18.000 Makler-Konten, die für den neuen MKK-Service nutzbar sind, teilt der GDV mit.  

Ziel der MKK 4.0 ist es, den Datenaustausch zwischen Maklern und Versicherungsunternehmen so weit wie möglich zu automatisieren. „Die Digitalisierung lässt die Ansprüche der Kunden an Versicherer und Makler wachsen. Sie müssen Anfragen schneller beantworten und Änderungen schneller umsetzen können – möglichst sofort. Hier bringt uns die MKK 4.0 einen großen Schritt weiter“, erklärt Christian-Hendrik Noelle, Mitglied der GDV-Geschäftsführung.  

15 Versicherer bislang an Bord

Bislang mussten sich Makler häufig in jedes Extranet ihrer Partner einzeln einwählen und Bestandsdaten manuell aktualisieren. Künftig sollen sich die Makler dies sparen können und stattdessen mit einer Authentifizierung mit allen teilnehmenden Versicherungen vernetzen können. Bislang würden 15 Versicherer das Projekt unterstützen, so der GDV. Die Daten werden dann automatisiert über ein Maklerverwaltungsprogramm ausgetauscht.  

„Die MKK 4.0 leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Zusammenarbeit zwischen Maklern und Versicherungsunternehmen in das digitale Zeitalter zu überführen. Durch die Standardisierung und Automatisierung von Verwaltungsprozessen gewinnen Makler mehr Zeit für ihre Kernaufgabe – die Beratung der Kunden“, erklärte der Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute (BVK), Andreas Vollmer.  

Die ausgetauschten Datensätze sind auf Basis der allgemein akzeptierten BiPRO-Normen standardisiert. Um für die Sicherheit der Daten zu sorgen, müssen sich die Makler via TGIC authentifizieren. Die Kundendaten selbst werden indes nicht via TGIC transportiert und dort auch nicht gespeichert.

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