Mehr Beschwerden über Bankberatung

Berater von Martin Thaler

2926 Beschwerden über die Anlageberatung bei Banken erreichten die Bafin im ersten Halbjahr 2016 - ein Plus von 18 Prozent. Bei den Finanzdienstleistungsunternehmen ging die Zahl indes deutlich zurück.

Die Bafin unter ihrem Chef Felix Hufeld (Bild) nahm im ersten Halbjahr dieses Jahres 2926 Beschwerden über die Anlageberatung bei den Banken entgegen.

Die Bafin unter ihrem Chef Felix Hufeld (Bild) nahm im ersten Halbjahr dieses Jahres 2926 Beschwerden über die Anlageberatung bei den Banken entgegen. Foto: Bafin

2926 Bankkunden haben sich seit Beginn dieses Jahres über die Anlageberatung ihrer Bank bei der Finanzaufsicht Bafin beschwert. Das sind deutlich mehr als zum Vorjahreszeitpunkt, als nach sechs Monaten 2482 Bankkunden ihr Missfallen über die Beratung zum Ausdruck gebracht hatten. Dies berichtet die Rheinische Post.  

Insbesondere Kunden von Genossenschaftsbanken und Sparkassen zeigten sich verärgert. So stieg bei den Genossenschaftsbanken die Zahl der Beschwerden um 29 Prozent auf 809 (2015: 626), bei den Sparkassen fiel das Plus mit 23 Prozent fast ebenso deutlich aus (von 882 auf 1089).  

Die Zahl der Beschwerden mag zwar ein Indikator für die Unzufriedenheit der Kunden sein, doch nicht alle Beschwerden müssten auch begründet sein, wie ein Sparkassen-Sprecher im Gespräch mit der Rheinischen Post erklärte. Zudem müsse die Zahl der Beschwerden ins Verhältnis zur Zahl der Sparkassenberater gesetzt werden. Diese beträgt 60.000, gegen die im letzten Quartal 2015 417 Beschwerden vorgebracht wurden – eine Quote von weniger als ein Prozent, wie der Sprecher betonte. Wie groß der Anteil der berechtigten Beschwerden hieran war, ist nicht bekannt.  

Erfreulich sind die von der Bafin vorgelegten Zahlen indes für Finanzdienstleistungsunternehmen. Hier ging die Zahl der Beschwerden deutlich zurück – von 88 auf 29. 

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