Kein Vertrauen in Lebensversicherungen

Berater von Martin Thaler

84 Prozent der Deutschen halten Lebensversicherungen für kein geeignetes Mittel für die Altersvorsorge - das ergibt eine neue Studie. Diese macht auch Aussagen, was sich ändern muss.

Untersuchte das Verbrauchervertrauen in das Produkt Lebensversicherung: Prophet-Partner Felix Stöckle.

Untersuchte das Verbrauchervertrauen in das Produkt Lebensversicherung: Prophet-Partner Felix Stöckle. Foto: Prophet

Wenn es um das Thema Altersvorsorge geht, wenden sich die Menschen von den einst so beliebten Lebensversicherungen ab. Dies ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Markenberatung Prophet unter 1000. Deutschen. 84 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das Instrument als nicht sinnvoll für die Altersvorsorge ansehen.  

Bemängelt werden dabei vor allem die komplexen Vertragsstrukturen: 81 Prozent bezeichneten die Verträge der Lebensversicherungen als „hochgradig intransparent“. Weder seien für sie die Kosten noch zu zahlenden Provisionen nachvollziehbar, noch wüssten sie wie Überschüsse und Gewinne zwischen ihnen und dem Versicherer aufgeteilt werden würden.  

Diese Unklarheiten seien von den Versicherten in Zeiten hoher Renditen akzeptiert worden, sagt der Berliner Prophet-Partner Felix Stöckle. „Solange die Rendite stimmte, haben die Kunden über die Nachteile hinweggesehen und auch mangels einfacher Alternativen über die Ausgestaltung der Produkte hinwegschauen.“   Renditetechnisch ist die Lage für die Versicherer indes wesentlich schwerer geworden. Der Garantiezins ist weiter im Sinkflug und auch ein Ende der Niedrigzinsphase in naher Zukunft ist heute nicht absehbar.  „Durch den niedrigen Zins und mangelnde Alternativen wird der Vorsorgenotstand der Menschen immer größer und sie haben das Gefühl – egal was passiert – grundsätzlich der Verlierer zu sein“, so Stöckle.  

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