In diesen Städten werden Neubauwohnungen benötigt

Sachwerte von Martin Thaler

Wohnungen werden vor allem da gebaut, wo das Preisniveau bereits hoch ist. Dennoch übersteigt der Bedarf vielerorts das Angebot. Ein Fakt, der auch für Anleger interessant sein kann

In ihrem Wohnatlas 2016 untersuchte die Postbank den Bedarf an Neubauwohnungen in den 36 größten deutschen Städten.

In ihrem Wohnatlas 2016 untersuchte die Postbank den Bedarf an Neubauwohnungen in den 36 größten deutschen Städten. Foto: Postbank

Wenn neue Wohnungen gebaut werden, dann vor allem in Münster, Potsdam und München. Diese drei Städte liegen in puncto seit 2000 fertiggestellte Neubauwohnungen deutschlandweit vorne – zu diesem Ergebnis kommt der „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“ der Postbank, der den Wohnungsmarkt in den 36 größten deutschen Städten untersucht hat.  

So seien in Münster (in Relation zum Wohnungsbestand im Jahr 2000) zwischen 2000 und 2014 rund 14 Prozent neue Wohnungen entstanden. Auf den weiteren Plätzen folgen Potsdam mit 13 Prozent, München mit 12,6 Prozent, Frankfurt a. M. mit 11 Prozent und Mainz mit 10,4 Prozent. Auch wenn man den Netto-Neubau in Betracht zieht, also auch den Abriss von altem Wohnbestand berücksichtigt, liegen diese Städte an der Spitze des Rankings.  

„In Städten mit hohem Preisniveau sind in den letzten Jahren besonders viele Neubauwohnungen entstanden", sagt Dieter Pfeiffenberger, Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung bei der Postbank. „Gerade in diesen Boom-Städten lohnt es sich aber für Kaufinteressierte, gezielt Neubauwohnungen ins Visier zu nehmen, da diese im Vergleich zu Bestandswohnungen vergleichsweise günstig sind". So zeigt der Städtevergleich, dass ein um zehn Prozent höheres Preisniveau bei Bestandswohnungen nur durchschnittlich sieben Prozent höhere Preise bei Neubauwohnungen bedeuten. Bei den Bestandswohnungen würden insbesondere Objekte mit exklusiver Lage die Preise hochtreiben.  

Der Wohnatlas wirft auch ein Blick in die Zukunft. Ein Blick, der sich auch in puncto Geldanlage lohnt. „Städte mit wachsendem Wohnungsbedarf sollte man im Hinblick auf Neubauprojekte im Auge behalten. Sie bieten große Chancen auf Wertsteigerung", so Postbank-Experte Pfeiffenberger. Alle Städte, in denen in Zukunft ein hoher Wohnungsbedarf herrschen wird, haben bereits heute gemeinsam, dass der Bedarf das Angebot übersteigt.

Die Städte mit dem höchsten Bedarf an Neubauwohnungen

Platz 5: München
In München wurde in den vergangenen Jahren viel gebaut - doch das reicht nicht, der Bedarf bleibt weiter hoch. So wird bis 2030 ein Wachstum an Wohnungen von 15,32 Prozent benötigt. Foto: fujipics - fotolia.com
 
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