Champions statt FinTechs

Zurich Unternehmen Versicherungen von Martin Thaler

Das Thema Digitalisierung beschäftigt die Versicherungsbranche wie kein zweites, jedes Unternehmen wählt dabei einen eigenen Weg. Die Zurich will es nun mit der Methode Design Thinking versuchen.

Setzt in Zukunft auf Desgin Thinking und seine sechs Champion Teams: Markus Nagel, Vorstandsvorsitzender bei Zurich Deutschland.

Setzt in Zukunft auf Desgin Thinking und seine sechs Champion Teams: Markus Nagel, Vorstandsvorsitzender bei Zurich Deutschland. Foto: Zurich

Digitalisierung: Kein Schlagwort hat die Versicherungsbranche so in Aufruhr gebracht wie dieses. Und jeder Versicherer versucht eine andere Antwort hierauf zu finden. Sei es die Etablierung eines reinen Digitalanbieters oder die Kooperationen mit FinTechs – die Ansätze sind so vielfältig wie zahlreich.  

Auch die Zurich will auf die zahlreichen sich am Markt platzierenden FinTechs reagieren. Deutschland-Chef Martin Nagel setzt dabei auf die Methode Design Thinking – dadurch erhofft sich der Versicherer, Prozesse und Produkte kundenorientierter, schneller und effizienter umsetzen zu können.  

„Mit Design Thinking nutzen wir die Möglichkeit, kreative Ideen zunächst relativ schnell im Kleinen zu testen und dann bei entsprechendem Erfolg in den Markt auszurollen“, erläutert Nagel. Produktneuentwicklungen sollen nicht mehr wie bislang neun bis zwölf Monate dauern, sondern nur noch wenige Wochen bis Monate. So erhofft man sich, auf sich verändernde Kundenbedürfnisse schneller reagieren zu können. „Unsere sechs Champion Teams nehmen eine zentrale strategische Rolle ein. Sie sind unsere Antwort auf die Arbeitsweise in FinTechs und Startups“, so Nagel.  

Sechs sogenannte „Champion Teams“ hat die Zurich aus diesem Grunde aus der Taufe gehoben.  

  • Generation Y  

  • Motor  

  • Non-Motor  

  • Protection (Biometrie-Produkte und –Services)  

  • Savings (Spar- und Rentenversicherungsprodukte und –services)  

  • „Kleine und mittelgroße Unternehmen“  

In jedem dieser Teams sollen jeweils 10 bis 15 Leute bereichsübergreifend und interdisziplinär arbeiten. Darunter versteht Nagel, auch einmal mutig zu denken. „Darüber hinaus geht es auch darum, bestehende Strukturen im Unternehmen aufzubrechen und Raum für neue Ideen und agiles Arbeiten zu schaffen. Viele Ideen sind ja schon da, aber zu oft fehlt der Mut zur Umsetzung“, so Nagel. 

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