Zu hohe Renditeerwartungen bei Anlegern

Investmentfonds von Martin Thaler

Wenn es um das Thema Geldanlage geht, sind die Renditeerwartungen oftmals unrealistisch. Dies zeigt eine neue Investment-Studie. Auch das Thema Beratung spielte hier eine Rolle.

Präsentierte die neue Global Investor Study: Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH.

Präsentierte die neue Global Investor Study: Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH. Foto: Schroder

Den jetzigen Niedrigzinsen zum Trotz: Wenn es um das Thema Geldanlage geht, haben Investoren sehr hohe Erwartungen. Zu hohe Erwartungen, wie die neue „Schroders Global Investor Study“ des Vermögensverwalters Schroders nun darlegt.

So gehen im globalen Durchschnitt Anleger von einer jährlichen Rendite von 9,1 Prozent aus. Unter den sogenannten Millenials (Personen zwischen 18 und 35 Jahren) ist die Erwartungshaltung gar noch größer: Hier wird ein Jahresertrag von mindestens 10,2 Prozent erwartet, während Anleger über 36 Jahren sich mit 8,4 Prozent zufriedengeben.

Deutsche Anleger beweisen indes laut Studie einen „ausgeprägteren Realitätssinn als der globale Durchschnitt“. So geben sich die Deutschen bereits mit einer Rendite von 7 Prozent zufrieden.

Auch der Anlagehorizont wird immer kürzer. So gaben deutsche Anleger die durchschnittliche Haltedauer ihrer Anlagen mit 3,2 Jahren an. 26 Prozent setzen dabei sogar auf einen Anlagehorizont von unter einem Jahr. Solche Haltedauern sind meist zu kurz, um Wertschwankungen von Aktien ausgleichen zu können.

Vor allem Millenials betreiben Geldanlage nicht unbedingt für die Altersvorsorge, sondern eher für den unmittelbaren Gebrauch. So gaben 46 Prozent der weltweit befragten 18- bis 35-Jährigen an, durch die Geldanlage ihr laufendes Gehalt ergänzen zu wollen, Einkommen für ihre Kinder erzielen zu wollen (30 Prozent) und etwas anderes als ein Haus kaufen zu wollen (28). Altersvorsorge spielte nur für 35 Prozent eine größere Rolle, bei den Älteren waren dies 52 Prozent.

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