Weiterer Fonds stoppt Anteilsausgabe

Investmentfonds von Martin Thaler

2,8 Milliarden Euro investierten Anleger in den ersten vier Monaten 2016 in offene Immobilienfonds. Für Fondsmanager wird das viele Geld zum Problem - nun musste erneut ein Fonds ein Soft-Closing durchführen.

Für den Fonds "Grundbesitz Europa" wurde nun die Ausgabe neuer Anteile gestoppt.

Für den Fonds "Grundbesitz Europa" wurde nun die Ausgabe neuer Anteile gestoppt. Foto: Deutsche Bank

Angesichts der andauernden Niedrigzinsphase suchen viele Anleger ihr Heil in offenen Immobilienfonds (OIFs). Nach Angaben des Fondsverbandes BVI flossen von Anfang Januar bis Ende April dieses Jahres netto Mittel in Höhe von 2,8 Milliarden Euro zu, so dass mittlerweile 86 Milliarden von OIFs verwaltet werden.

Für viele Fondsmanager entsteht durch die hohen Mittelzuflüsse das Problem, mit dem Geld der Anleger keine geeigneten neuen Immobilien kaufen zu können. Hierzu gehört auch der 5,5 Milliarden schwere Fonds „Grundbesitz Europa“ der Deutschen-Bank-Fondssparte Deutsche Asset Management. Allein in diesen Fonds investierten Kunden seit Beginn dieses Jahres rund 750 Millionen Euro – mehr als im gesamten Jahr 2015, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Damit gehört „Grundbesitz Europa“ zu den vier Fonds mit den höchsten Mittelzuflüssen in diesem Jahr – neben dem Uniimmo: Europa von Union Investment, dem Deka-ImmobilienEuropa sowie dem Fonds „hausInvest“ der Commerzbank.

Die Deutsche Asset Management gab nun bekannt, dass ab dem 21. Juni dieses Jahres die Ausgabe neuer Anteile vorübergehend eingestellt werde. Grund hierfür sei, dass die Nettomittelzuflüsse so hoch waren, dass der Liquiditätsanteil am Fondsvolumen auf rund 30 Prozent angestiegen sei.  Zudem „bestehen für Immobilienankäufe in den vom Fondsmanagement angestrebten Zielmärkten derzeit nur begrenzte Möglichkeiten“.

Seite 1: "Grundbesitz Europa" stoppt Anteilsausgabe
Seite 2: Weitere Begrenzungsmaßnahmen sind zu erwarten

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare