Kleinlein schreibt offenen Brief an Vermittler

Berater von Martin Thaler

BdV-Chef Axel Kleinlein wendet sich in seinem Blog an die „schlechten und gierigen“ Vermittler. Was er ihnen zu sagen hat.

Axel Kleinlein wendet sich in einem zweiten offenen Brief an den "schlechten und gierigen" Vermittler.

Axel Kleinlein wendet sich in einem zweiten offenen Brief an den "schlechten und gierigen" Vermittler. Foto: procontra

BdV-Vorstandssprecher schießt sich offensichtlich auf Versicherungsvermittler ein. Nachdem er bereits vor zwei Wochen in seinem Blog einen Post unter dem Titel „Liebe Vertreiber – Sie sind keine Verbraucherschützer“ absetzte, legt Kleinlein nun nach.

„Du hast einen Fehler gemacht. Und der führte dann bei vielen Kunden zu immer mehr Problemen. Du musst nicht darunter leiden, zugegeben. Es sind andere, die jetzt weniger Geld haben. Natürlich hast Du keine Schuld, dass deine Kunden die Verträge unterschrieben haben. Sie mussten das ja nicht. Es war deren freiwillige Entscheidung“, beginnt Kleinlein seinen zweiten offenen Brief. Der Adressat ist unschwer zu erkennen: Der stereotypische gierige Vermittler, dem es um hohe Provisionen anstatt um das Wohl seiner Kunden geht.

„Und es machte einfach mehr Spaß mit den höheren Provisionen. Ein bisschen mehr auf dem Konto, das fühlte sich gut an. Dann wurde es irgendwie selbstverständlich, immer mehr von diesen Verträgen zu verkaufen, die besonders gut ,verprovisioniert’ wurden“, fährt Kleinlein fort. Das Gewissen des bösen Vermittlers blieb dabei rein – schließlich wurde ihm ja auf Schulungen stets nachdrücklich versichert: „Besser mit einem mittelmäßigen Vertrag sparen, als gar nicht sparen“.

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