Herr Riester, erzählen Sie mal bitte

Berater von Martin Thaler

Vier Jahre war er in keiner TV-Talkshow - nun stellt sich Walter Riester heute Abend gleich 100 Zuschauern live im TV-Gespräch. Thema wird die in Kritik geratene und von ihm einst initiierte private Altersvorsorge sein.

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Stellte sich der Diskussion im TV über die nach ihm benannte Riester-Rente: Walter Riester. Bild: procontra

Es ist der erste Talkshow-Auftritt in vier Jahren für Walter Riester. Doch womöglich hat die andauernde Debatte über die nach ihm benannte private Altersvorsorge dazu geführt, dass der 72-Jährige nun noch einmal das Licht der Fernsehkameras sucht.

An diesem Donnerstag ist Riester zu Gast in der WDR-Talkshow „Ihre Meinung" (20.15 – 20.45 Uhr) und stellt sich den Fragen sowohl von Moderatorin Bettina Böttinger, als auch von 100 Zuschauerinnen und Zuschauern. Thema der Live-Sendung: „Harte Arbeit, wenig Rente – Droht uns die Altersarmut?“

Schon vorab veröffentlichte der WDR einige kritische Fragen aus den Rängen der Zuschauer. "Herr Riester soll mir doch mal erzählen, wovon ich in die Riesterrente einzahlen soll - ein Witz!" schreibt eine Alleinerziehende mit zwei Kindern, die Vollzeit arbeitet und trotzdem kaum über die Runden kommt. Ein Angestellter einer Zeitarbeitsfirma sekundiert: „Mein monatlicher Nettolohn beträgt 1050 EUR, ich habe ca. 150 EUR Fahrtkosten. Damit kann ich leider auch keine Familie gründen", schreibt der Mann per Mail.

Dritter im Bunde ist ein junger Bauarbeiter: „Es kann doch nicht sein, dass ich jeden Tag hart arbeite und dann auch noch Jahrzehnte privat vorsorgen soll, um später einigermaßen klar zu kommen als Rentner."

Dieser Kritik soll sich Riester also heute Abend stellen. Mit ihm auf der Bühne werden der Junge-Union-Bundesvorsitzende Paul Ziemiak sowie Prof. Ute Klammer, Leiterin des Instituts für Arbeit und Qualifikation an der Uni Duisburg-Essen, sein. 

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