Die 2 Schwachstellen der FinTechs

Berater Digital von Martin Thaler

Online-Finanzprodukte verfügen in Deutschland über ein großes Potenzial. Das ergibt eine Studie des Digitalverbandes Bitkom. Allerdings gibt es derzeit auch noch zwei große Schwachstellen.

Ist davon überzeugt, dass sich neue, digitale Geldanlage-Modelle durchsetzen.

Ist davon überzeugt, dass sich neue, digitale Geldanlage-Modelle durchsetzen. Foto: Bitkom

Eigener Rechner statt Besuch in der Bank oder beim Makler: Das Internet wird auch in Sachen Geldgeschäfte, Geldanlage und Versicherungen für immer mehr Deutsche immer wichtiger – und haben doch zwei große Schwachstellen.

Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbandes Bitkom haben innovative Online-Finanzprodukte in Deutschland ein großes Potenzial. Von den 1007 befragten Verbrauchern (ab 14 Jahren) gaben 12 Prozent, bereits online eine Versicherung abgeschlossen zu haben. 22 Prozent können sich zudem vorstellen, dies in Zukunft zu tun. Voraussetzung dabei ist jedoch, dass diese „mithilfe digitaler Technologien exakt auf das jeweilige Verhalten zugeschnitten sind“. Hierunter fallen auch Telematik-Tarife, bei denen das individuelle Fahrverhalten aufgezeichnet und bei der Versicherungspolice berücksichtigt wird.

Noch größer ist die Bereitschaft, im Internet ein Konto zu eröffnen oder einen Kredit aufzunehmen – gleich ein Viertel aller Befragten konnte sich dies vorstellen. Die Bankberatung durch einen Roboter finden 15 Prozent der Internetnutzer interessant.

Die zwei Schwachstellen der FinTechs

„Treiber dieser Entwicklung sind neben etablierten Banken auch FinTechs – also junge Unternehmen aus dem Technologiesektor, die im Finanzbereich aktiv sind. Ihre innovativen Angebote werden unseren Umgang mit Geld grundlegend verändern“, erklärte Ulrich Dietz. Der Bitkom-Vizepräsident geht davon aus, dass diese neuen, digitalen Modelle der Geldanlage etc. sich letztlich durchsetzen werden.

Damit dies letztlich der Fall sein kann, müssen zwei große Schwachstellen überwunden werden. Denn: 66 Prozent aller Befragten gaben an, die vielen digitalen Angebote rund ums Banking und Bezahlen nicht zu verstehen. Und: 67 Prozent erklärten, die Finanzwelt immer weniger zu verstehen.

Es ist also Aufklärungsarbeit gefragt – und dies ist die Chance für viele traditionelle Makler. Denn die persönliche Beratung ist für viele Deutsche immer noch das Maß der Dinge. 

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