DAK Gesundheit baut 1600 Stellen ab

Versicherungen von Martin Thaler

Als Grund gab die Ersatzkasse den erhöhten Zusatzbeitrag an. Dieser war im Januar auf 1,5 Prozent gestiegen - seitdem hätten 180.000 Versicherte dem Unternehmen den Rücken zugekehrt.

Die DAK will 1600 Stellen abbauen.

Die DAK will 1600 Stellen abbauen. Foto: DAK

Die DAK Gesundheit will knapp 1600 von rund 11000 Vollzeitstellen abbauen. Das gab der Vorstand der Krankenkasse an diesem Dienstag zu Beginn der Tarifverhandlungen mit der Dienstleistungsgesellschaft ver.di bekannt, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Die Umstrukturierung sei nötig geworden, nachdem das Bundesversicherungsamt die DAK Gesundheit zu dem im Vergleich zweithöchsten Zusatzbeitrag gezwungen habe, heißt es weiter. Die Ersatzkasse hatte zum 1. Januar dieses Jahres den Zusatzbeitrag um 0,6 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent erhöht. Damit betrug der Gesamtbeitragssatz von 16,1 Prozent. Als Grund für den Anstieg war damals angegeben worden, dass die Kasse ihre Vorsorgeangebote ausbauen wollte. Durch die Erhöhung habe die Kasse über 180.000 Mitglieder verloren.

"Wir werden die Tarifverhandlungen nutzen, um möglichst viele der 14.000 Stellen im Unternehmen zu erhalten und, wo das nicht möglich ist, für einen sozialverträglichen Ab- und Umbau zu sorgen", sagte Gabriele Gröschl-Bahr, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und Verhandlungsführerin.   Die Streichung der 1600 Vollzeitstellen bedeute insgesamt einen Arbeitsplatzverlust von 2000 Beschäftigen, so Verdi, da eine große Anzahl teilzeitbeschäftigt ist.

Erst im Mai hatte eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO nahegelegt, dass sich viele Kunden der Gesetzlichen Krankenversicherungen auf Einschnitte im Leistungskatalog einstellen müssen. Bei den Krankenkassen selbst sei mit einem weiteren Kassenrückgang zu rechnen. 

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