BU: Die besten Gründe für eine Risikovorabanfrage

Berufsunfähigkeit von Michael Fiedler

Berufsunfähigkeitsversicherung: Warum eine Risikovorabanfrage wichtig ist und wie unterschiedlich Zuschläge und Leistungsausschlüsse ausfallen können.

Quellle: Fotolia/Gina Sanders

Wer sich gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit absichern will, sollte die Möglichkeit zur anonymen Risikovorabanfrage nutzen. Ziel dieser Anfrage ist, festzustellen, unter welchen Voraussetzungen Versicherungsschutz angeboten werden kann. Denn bei Erkrankungen, die bereits vor Vertragsabschluss bestehen (Vorerkrankungen), behalten sich Versicherer Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse vor.

 

Spezialist gefragt

Die Annahmerichtlinien der Gesellschaften sind durchaus sehr unterschiedlich. Der Makler, der die Risikovorabanfrage durchführt, sollte über ausreichend Erfahrungen in dem Gebiet verfügen. Schon kleine Formulierungen und wichtige Ergänzungen können den Monatsbeitrag beeinflussen.

 

Beispiel Asthma

Wie unterschiedlich die Bewertungen und Folgen von Krankheitsbildern bei Versicherern ausfallen, zeigt das Beispiel Asthma. Die zu versichernde Person nimmt jeden Abend Medikamente und lässt regelmäßig Lungenfunktionstests durchführen. Über eine anonyme Vorabanfrage wurden Ergebnisse eingeholt:

Während ein Versicherer nur einen Risikozuschlag von 10 Prozent erhob, kamen bei anderen Anbietern noch Leistungsausschlüsse hinzu. Andere Versicherer verzichteten auf einen Risikozuschlag und wollten stattdessen Leistungsausschlüsse bei entzündlichen und allergischen Erkrankungen der Atmungsorgane vereinbaren. Auch eine Kombination von Leistungsausschluss und Risikozuschlag ist möglich. Ein Versicherer erhob sogar einen Risikozuschlag von 50 Prozent.

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