Brexit: Diese Immobilienfonds wären besonders betroffen

Investmentfonds von Martin Thaler

Kommende Woche stimmen die Briten über einen möglichen Brexit ab. Die wirtschaftlichen Auswirkungen wären gravierend, auch Anleger wären betroffen. Welche OIFs am meisten zu leiden hätten, lesen Sie hier.

In der kommenden Woche entscheiden die Briten über einen möglichen Brexit.

In der kommenden Woche entscheiden die Briten über einen möglichen Brexit. Foto: sulupress - fotolia.com

In der kommenden Woche stimmen die Briten über einen möglichen Ausstieg aus der Europäischen Union ab - den sogenannten Brexit. Es ist ein Szenario, das lange Zeit als unrealistisch galt - doch mittlerweile liegt das Lager der Brexit-Befürworter ziemlich gleichauf mit dem der Brexit-Gegner. Der Abschied der Briten aus dem gemeinsamen EU-Wirtschaftsraum ist also durchaus denkbar, mitsamt all seiner daraus resultierenden Konsequenzen.

Auch Anleger, die ihr Geld in offene Immobilienfonds investiert haben, wären betroffen. Denn nach Angaben der Ratingagentur Scope Analysis ist Großbritannien nach Deutschland und Frankreich der wichtigste Markt für die Fonds. So wird befürchtet, dass durch einen Austritt Großbritanniens viele Unternehmen die Insel verlassen würden - vor allem aus der Finanzindustrie. Dadurch würden vor allem in London - wo die meisten Fonds schwerpunktmäßig investieren - auf einmal viele Büroflächen frei.

Die Folge: sich eintrübende Mietkonditionen und Immobilienwerte. Hiervon wären wiederum die offenen Immobilienfonds betroffen - manche mehr, manche weniger, je nachdem wieviel Prozent ihres Immobilienportfolios auf der Insel angesiedelt ist. Den britischen Anteil am Immobilienportfolio hat nun Scope ausgerechnet.

Diese Fonds wären durch den Brexit besonders betroffen

 

FondsnameAnteil Großbritannien
WestInvest TargetSelect Hotels35,8%
hausinvest24,7%
grundbesitz europa18,4%
grundbesitz global17,7%
Deka-ImmobilienEuropa15,7%
WestInvest ImmoValue

15,4%

UniImmo: Global14,4%
Deka-ImmobilienGlobal10,9%
WestInvest InterSelect6,1%
UniImmo: Europa5,1%
UniInstitutional European Real Estate3,2%
UniImmo: Deutschland3,1%

 

Allerdings würde sich ein Brexit nur zeitverzögert bei den Fonds bemerkbar machen. Denn nur 17 Prozent der Londoner Mieteinnahmen der Fonds stammen von Mietern aus dem Finanzbereich, so Scope.  Auch Auszüge würden sich erst verspätet auswirken, da der Mieter die Flächen nicht sofort freiziehen kann.