Anleger zeigen wenig Geduld bei schlechter Performance

Investmentfonds von Martin Thaler

Als interessanten Zwiespalt bewertete Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Country Head Germany & Austria bei Legg Mason die Ergebnisse: „Auf der einen Seite tolerieren Anleger relativ hohe Markteinbrüche bevor sie ihr Engagement in Aktien neu strukturieren, auf der anderen Seite gibt nur rund ein Drittel der Befragten einem Fonds ein Jahr Zeit, um die Wertentwicklung zu verbessern. 41 Prozent sogar nur sechs Monate.“

Als möglichen Grund für diese widersprüchlich erscheinenden Verhaltensmuster benennt Dahmann fehlende Fachkenntnisse seitens der Anleger. „Man könnte argumentieren, dass dies nicht genügend Zeit ist, da einige Fonds in ihren Anlagerichtlinien rollierende Ergebnisziele haben, die teilweise über mehr als ein Jahr hinausgehen. Dies zeigt, dass es für Anleger umso wichtiger ist, zu verstehen, welche Produkte sie in ihren Portfolios halten und unter welchen Bedingungen diese auch einmal schlechter performen können.“

So würden Anleger mit einem ausgeprägten Verständnis für diese Sachverhalte – entweder durch eigenes Fachwissen oder weil sie sich einen Berater zu Hilfe nehmen – im Schnitt langfristig besser abschneiden, so Dahmann.

Für die Studie wurden weltweit insgesamt 5370 Anleger aus 19 Ländern befragt, 260 von ihnen aus Deutschland.

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