Versicherungs-Apps fristen Schattendasein

Versicherungen Digital von Martin Thaler

Zahlreiche Apps haben Versicherungsunternehmen auf den Markt gebracht - nur nutzen wollen sie die wenigsten. Die Gründe dafür sind hausgemacht, sagt eine neue Studie und zählt auf, was Kunden sich von ihren Apps wünschen.

Die Apps von Versicherern fristen meist nur ein Schattendasein.

Die Apps von Versicherern fristen meist nur ein Schattendasein. Foto: Visions-AD - fotolia.de

Es sollte der Megatrend für dieses Jahr werden, hatte GDV-Präsident Alexander Erdland die Bedeutung des Themas Digitalisierung für die Branche bei der GDV-Jahrespressekonferenz im März dieses Jahres betont. „Der Kunde erwartet ein möglich breites digitales Angebot von uns.“   Dass die Branche hier derzeit ihren eigenen Ansprüchen hinterherhinkt, zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts „Heute und Morgen“.

Dieser zufolge fristen die Apps der Versicherer bislang ein absolutes Nischendasein: Lediglich jeder zehnte Smartphone-Nutzer im Alter zwischen 18 und 65 kennt überhaupt die Apps. Und auch bei den Befragten, die angaben, eine oder mehrere Apps auf ihrem Handy installiert zu haben, sieht die Lage nicht sonderlich rosig aus: Nur jeder Zweite dieser Gruppe hab es, überhaupt den Namen bzw. die Inhalte der installierten Apps zu kennen. „Die Zahl aktiver Nutzer kann daher derzeit auf unter fünf Prozent geschätzt werden“, folgert die Studie.

Zwar äußerten sich 69 Prozent der Smartphone-Nutzer (2013: 51 Prozent) positiv im Hinblick auf technische Entwicklungen seitens der Versicherer, jedoch scheint die derzeitige Qualität der sich auf dem Markt befindlichen Apps nur die wenigsten zufriedenzustellen.

Dabei sei das Nutzungspotenzial durchaus vorhanden: Die Versicherer-Apps blieben jedoch viel zu oft ohne größeren Nutzen und Mehrwert, so „Heute und Morgen. „Zudem vermissen die Kunden Möglichkeiten zum Feedback und zur Beteiligung an der Weiterentwicklung und Optimierung der Apps“.

Seite 1: Versicherer-Apps fristen Nischendasein
Seite 2: Was Kunden sich von Apps wünschen