Ombudsmann bemängelt Beratungsdokumentation

Berater Top News von Martin Thaler

Zurückgegangen ist derweil die Beschwerdeanzahl bei Lebensversicherungen (minus 2,6 Prozent). Allerdings entfielen hier zahlreiche Beschwerden auf das Thema Falschberatung. So beschwerten sich die Kunden darüber, dass ihnen Vermittler zur Kündigung bestehender Verträge geraten hätten, der Abschluss neuer Verträge hingegen zu Nachteilen (anderer Leistungsumfang, Stornokosten, erneute Gesundheitsprüfung, Abschlusskosten) geführt habe, auf die die Kunden nicht hingewiesen worden wären.

Festgestellt wurde von Hirsch dabei, „dass die Beratungsdokumentation in vielen Fällen unzureichend war. Eine nennenswerte Verbesserung der Beratungsdokumentationen kann jedenfalls den Beschwerden nach wie vor nicht entnommen werden“, heißt es im Bericht.

Hirsch widerspricht Versicherung

Auch die Auflösung des Falls der einbrechenden Vandalen wird hier wiedergegeben. Im vorliegenden Fall machte Hirsch den Versicherer darauf aufmerksam, „dass der Diebstahlvorsatz und damit ein Einbruch allein schon deshalb vorliege, da die Täter tatsächlich Sachen entwendet hatten.“ Dass der zusätzliche Sachschaden viel höher als die Beute sei, schließe den Diebstahlvorsatz nicht aus.

„Weiter sei nach der Rechtsprechung zu Vandalismusschäden nicht erforderlich, dass ein Einbruchdiebstahl mit entsprechender Zueignungsabsicht vorausgehen müsse“, heißt es weiter. Der Versicherer schloss sich hierauf der Ansicht von Hirsch an und stieg wieder in die Schadensregulierung ein.

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