Immobilienpreise steigen weiter

Sachwerte von Stefan Terliesner

Lohnendes Investment

Die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien sei zum einen auf steigende Neuvertragsmieten zurückzuführen, die im Vergleich zum Schlussquartal 2015 ein Plus von 4 % aufwiesen. Hier sei es vor allem die angespannte Lage in den Groß- und Universitätsstädten, in denen ein hoher Zuzug an Menschen auf ein geringes Angebot an Wohnraum treffe. Auf der anderen Seite sorge das Zinstief dafür, dass Mehrfamilienhäuser sowohl von privaten als auch von institutionellen Investoren immer noch als lohnendes Investment wahrgenommen würden. Da das Angebot begrenzt sei, führe der sich verschärfende Wettbewerb zu steigenden Kaufpreisen.

Die steigenden Preise auf dem Markt für selbst genutztes Wohneigentum stützten sich auch auf die guten Arbeitsmarktbedingungen und dem niedrigen Zinsniveau, schreibt der Verband. Dies habe zu einem Anziehen der Preise für Eigentumswohnungen um 5,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2015 geführt. Gleichzeitig seien die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 4,4 % gestiegen.

Gute Konjunktur stützt Preisauftrieb

Die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen ließen auch die Preise für Gewerbeimmobilien im ersten Quartal 2016 weiter anziehen. Laut Verbandsangaben trugen die Büroimmobilien als stärkste Anlageklasse im gewerblichen Immobilienmarkt maßgeblich mit einem Anstieg der Kapitalwerte um 5 % hierzu bei. Diese Entwicklung lasse sich zum einen durch die stabilen Fundamentaldaten begründen, welche die Büroflächennachfrage begünstigen. In Verbindung mit sinkenden Leerständen führte dies zu einem Anstieg der Neuvertragsmieten für Büroflächen um 2,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, berichtet der vdp. Gleichzeitig seien Büroimmobilien als Anlageobjekt weiterhin im Fokus von Investoren. Der starke Wettbewerb auf der Käuferseite führte zu weiter steigenden Preisen bzw. fallenden Liegenschaftszinsen.

Dem Anstieg der Preise im Markt für Einzelhandelsimmobilien liege zum einen ein Anstieg der Mieten für Einzelhandelsflächen von 0,4 % zum Vorjahresquartal zugrunde. Andererseits sei der Index der Liegenschaftszinsen über demselben Zeitraum um 1,1 % gesunken. Auch hier zeichne sich das knappe Angebot an Einzelhandelsimmobilien als ursächlich für das Anziehen der Kaufpreise und den damit verbundenen Rückgang der Liegenschaftszinsen.

Seite 1: Groß- und Universitätsstädte im Fokus
Seite 2: Was den Preisauftrieb stützt