Ergo-Lustreise: Prozess soll acht Monate dauern

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Der Skandal um Sexreisen für erfolgreiche Versicherungsvermittler sorgte für Aufsehen in der Branche. Nun soll die juristische Aufklärung folgen - ein Termin steht bereits fest.

Die berühmt-berüchtigte Ergo-Lustreise soll nun juristisch aufgearbeitet werden.

Die berühmt-berüchtigte Ergo-Lustreise soll nun juristisch aufgearbeitet werden. Foto: 0sart - fotolia.de

Der Termin steht: Wie das Handelsblatt berichtet, soll der Skandal um die Ergo-Lustreisen ab dem 14. Juni vor dem Landgericht Hamburg juristisch aufgearbeitet werden. Angeklagt sind dem Bericht zufolge ein ehemaliger Vertriebsleiter der Hamburg-Mannheimer sowie ein Versicherungsvertreter, der in seinem Zweitjob als Reiseagentur-Geschäftsführer den berühmt-berüchtigten Budapest-Ausflug der Ergo organisierte.

Ein Rückblick: Im Juni 2007 hatte die Hamburg-Mannheimer die besten Vertreter zur Belohnung nach Budapest eingeladen. 20 Prostituierte und 50 Hostessen gaben es in der berühmten Budapester Gellert-Therme inklusive. Die Damen bekamen nach jeder Aktion einen Stempel auf den Unterarm – damit später die Abrechnung funktionierte.

Die Ergo hatte die „Party Total“ – wie die Reise intern genannt wurde – gleich zweifach vorher getestet. Die Musikgruppe „Soul Kitchen“ und der Fernsehkoch Stefan Marquard wurden engagiert. Die Anwesenheit von Prostituierten wurde nicht direkt kommuniziert, war im Vorfeld aber in den Fluren des Unternehmens zu vernehmen. 300.000 Euro ließ der Ergo-Konzern für die Party springen.

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