Anleger fühlen sich von Banken alleine gelassen

Investmentfonds von Martin Thaler

Dabei wünschen sich die Kunden auch digitale und mobile Informations- und Beratungsangebote der Banken. „Das heißt aber nicht, dass der persönliche Berater in den nächsten Jahren komplett aussterben wird. Gespräche mit dem persönlichen Banker können aber z.B. auch über Skype und andere Videofunktionen geführt werden, wann und wo es für den Kunden am besten passt“, erklärte Stöckle. So würden FinTechs immer mehr zu ernstzunehmenden Konkurrenten der Banken. 65 Prozent der Befragten können sich nämlich damit anfreunden, ihr Geld bei „neuen Anbietern“ anzulegen.

Allerdings scheuen die Deutschen das Risiko – auch bei der Wahl ihres Beraters. Bei vielen FinTechs wüssten die Deutschen nicht, wer eigentlich dahinter steckt und ob es die Firmen in sechs Monaten überhaupt noch gebe, so Stöckle und sieht hierin auch eine Chance für die etablierten Banken. Diese stehen allerdings vor dem Problem, den „Rendite-ohne-Risiko“-Wunsch der Anleger zu erfüllen – dies ist aber in der derzeitigen Situation nicht möglich, so Stöckle.

"Aber zumindest auf der Seite der Kosten und der Qualität der Anlageempfehlungen können die Kunden sparen. Das ist ein riesiges Einfallstor für die Fintechs, wenn es die Banken nicht selber schließen."

Für die Umfrage ließ Prophet Anfang Mai 1.000 Erwachsene in Deutschland befragen.

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