60 Prozent haben Angst vor Altersvorsorge

Berater von Martin Thaler

Die Angst im Alter von Armut betroffen zu sein, steigt bei den Menschen - das ist das Ergebnis einer neuen Axa-Umfrage. Wenn es um Vorsorge geht, scheinen die Deutschen sich auf eine Anlageform zu versteifen.

Knapp 60 Prozent der Deutschen gaben an, dass das Thema Altersvorsorge ihnen mehr Angst bereite als früher.

Knapp 60 Prozent der Deutschen gaben an, dass das Thema Altersvorsorge ihnen mehr Angst bereite als früher. Foto: Alexander Raths - fotolia.de

Die Mehrheit der erwerbstätigen Deutschen (55 Prozent) möchte keine neue Verträge für die Altersvorsorge abschließen. Grund hierfür sind die derzeitigen Niedrigzinsen. Dies ist das Ergebnis einer YouGov-Studie, die das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag des Versicherers Axa durchgeführt hat. Die meisten Menschen, die neue Anlagen ausschließen, leben in Thüringen, Berlin und Hamburg.  

Für diejenigen, die das Thema Anlage für sich nicht aufgegeben haben, ist eine klare Fokussierung auf das Thema Immobilien feststellbar. Fast jeder fünfte Erwerbstätige gab an, eine Immobilie zur Eigennutzung oder zur Vermietung erwerben zu wollen. In Berlin sagten das sogar 27 Prozent. Spareinlagen, private Renten- sowie Lebensversicherungen spielen indes nur für jeden zehnten Berufstätigen eine Rolle.

Axa-Vorstandsmitglied Dr. Patrick Dahmen warnte: „Die einseitige Fokussierung auf Immobilien zur Altersvorsorge birgt allerdings Risiken.“ So müssten bei Immobilien auch Nebenkosten, Instandhaltungen sowie eine eventuell teurere Anschlussfinanzierung bedacht werden.

Große Sorgen wegen Altersarmut

Trotz der Weigerung, eine neue Geldanlage abzuschließen, beschäftigt das Thema Altersvorsorge die Deutschen. Jeder dritte Erwerbstätige gab an, sie fürchten sich vor dem Thema Altersarmut. Beinahe 60 Prozent gaben zudem an, dass das Thema Altersvorsorge ihnen mehr Angst bereite als früher. Besonders im Osten Deutschlands glaubt die Mehrheit, nicht ausreichend fürs Alter vorgesorgt zu haben.

Nur in fünf Bundesländern (Bremen, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen) ist eine relative Mehrheit der Berufstätigen überzeugt, dass die bisherige Altersvorsorge ausreichend sein wird. Dennoch ist die große Mehrheit der Menschen, egal ob Berufstätige oder Ruheständler, davon überzeugt, dass die nächste Rentengeneration finanziell schlechter dastehen wird als die heutige.  

Für die Studie hat YouGov insgesamt 3300 Bundesbürger in allen Bundesländern befragt.

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