§34i: Nun werden Erlaubnisse erteilt

Berater von Martin Thaler

Die Immobiliardarlehensvermittlungsverordnung ist in Kraft getreten - ab jetzt können sich Darlehensvermittler um eine 34i-Erlaubnis bemühen. Auch die ersten Termine für die Sachkundeprüfungen stehen fest.

Ab jetzt können Darlehensvermittler eine 34i-Erlaubnis beantragen.

Ab jetzt können Darlehensvermittler eine 34i-Erlaubnis beantragen. Foto: bluedesign - fotolia.de

Nachdem der Bundesrat Ende April der Immobiliardarlehensvermittlungsverordnung (ImmVermVer) mit einigen Änderungen zugestimmt hat, ist die ImmVermVer nun auch in Kraft getreten. Am Freitag wurde sie im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist damit rechtskräftig. Für Darlehensvermittler heißt das nun: Sie können ihre §34i GewO-Erlaubnisse beantragen.

Wo genau, ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Während in rund acht Bundesländern nach jetzigem Stand die Industrie- und Handelskammern die Erlaubnisse erteilen, sind es in den übrigen acht die Gewerbeämter.

„Wir kritisieren scharf, dass die 34i Erlaubnisse erst jetzt beantragt werden können, nehmen aber gleichzeitig die IHKs und Gewerbeämter vor Ort in Schutz, die nichts für diese Verzögerung können und jetzt genauso wie wir Vermittler die Folgen zu tragen haben“, erläutert AfW-Vorstand Frank Rottenbacher die Position des Berufsverbandes. „Schuld für die Verzögerung und damit für eine faktische Verkürzung der Übergangsfrist ist ausschließlich die Politik in Berlin“, klärt Rottenbacher auf.

Viele Kammern schaffen Juni-Termin nicht

Dennoch wird von Seiten des AfW allen Vermittlern mit einer §34c-Erlaubnis geraten, unbedingt die Übergangsfrist bis zum 20. März nächsten Jahres zu nutzen. Wer diese Frist nämlich einhalte, bekomme die „persönliche Zuverlässigkeit“ sowie die „geordneten Vermögensverhältnisse“ aus der 34c-Erlaubnis nämlich automatisch anerkannt und müsse diese nicht erneut nachweisen.

Auch die ersten Termine für die IHK-Sachkundeprüfungen stehen mittlerweile fest. So werden einige Kammern die ersten Prüfungen am 23. Juni diesen Jahres abnehmen. Doch nicht alle Kammern schaffen es, diesen Termin anzubieten und werden erst ab dem September-Prüfungstermin (22. September) die Prüfungen anbieten können.

 „Für die Prüfungsabnahme und Gebührenfestlegung benötigt es u.a. einen Beschluss der Vollversammlung einer jeden prüfungsabnehmenden IHK, dann eine Genehmigung der Rechtsaufsicht sowie eine anschließende Veröffentlichung im Amtsblatt. Je nach Termin der nächsten Vollversammlung kann dieser Prozess etwas dauern“, schildert Rottenbacher den weiteren Ablauf.

Der AfW fordert alle Vermittler dazu auf, ihre 34i-Erlaubnisse möglichst schnell zu beantragen, um nicht am 21. März nächsten Jahres – dem Ende der Übergangsfrist – ohne Erlaubnis dazustehen.

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