Steigende Rentenbeiträge befürchtet

Berater von Stefan Terliesner

Wie können steigende Rentenbeiträge verhindert werden? Welche Vorschläge existieren und wie die Bundesbürger dazu stehen.

Umfrage: steigende Rentenbeiträge befürchtet

Umfrage: steigende Rentenbeiträge befürchtet Fotolia / olly

79 Prozent der Deutschen fürchten, dass die Rentenbeiträge in Zukunft stark oder sehr stark steigen werden. 72 Prozent gehen davon aus, dass gleichzeitig das Rentenniveau sinkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Initiative Neue Soziale Markwirtschaft (INSM). Die Initiative wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

Frauen an die Arbeit

Laut Pressemitteilung halten 72 Prozent der Bürger private Vorsorge für ein geeignetes Mittel, um auf die demografische Entwicklung, also auf immer mehr Rentner und gleichzeitig deutlich weniger Beitragszahler, zu reagieren. Als weitere Maßnahme würden 87 Prozent der Befragten befürworten, Frauen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Angesichts sinkender Bevölkerungszahlen hielten 69 Prozent die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte für ein geeignetes Mittel zur Rentenstabilisierung. Hingegen seien erst 27 Prozent davon überzeugt, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung angepasst werden muss.

Keine Anhebung des Rentenniveaus

Dazu sagt laut Pressetext Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: „Trotz der Einführung der Rente mit 63 ist den Deutschen klar, dass die Jungen nicht allein die künftigen Kosten des demografischen Wandels tragen können. Politiker, die jetzt ernsthaft eine Anhebung des Rentenniveaus fordern, haben das offensichtlich noch nicht begriffen. Die undifferenzierte Anhebung des allgemeinen Rentenniveaus auf Kosten der Erwerbstätigen muss schleunigst vom Verhandlungstisch.“

Um die Renten zukunftsfest und generationengerecht finanzierbar zu halten, fordert die Initiative den Stopp der Rente mit 63, den Stopp der beitragsfinanzierten Mütterrente, die kontinuierliche Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung und einen Verzicht auf die Einführung einer sogenannten Lebensleistungsrente.

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