Sparkassen: Negativzinsen für Kunden nicht auszuschließen

Berater von Martin Thaler

Auch Privatkunden können in Zukunft Strafzinsen auf ihre Bankeinlagen drohen. Noch könne man diese vermeiden, sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon - allerdings könne sich dies in Zukunft ändern.

Strafzinsen für Kunden können langfristig nicht ausgeschlossen werden, sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon.

Strafzinsen für Kunden können langfristig nicht ausgeschlossen werden, sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon. Foto: DSGV

Auch normale Sparer könnten in Zukunft Strafzinsen auf ihre Einlagen zahlen müssen. Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, erklärte an diesem Mittwoch auf dem Deutschen Sparkassentag, dass die Banken alles tun würden, „um die privaten Sparer vor Negativzinsen zu schützen – in Teilen auch zu Lasten der eigenen Ertragslage“. Dies sei aber nicht möglich, sollte die aktuelle Niedrigzinsphase noch lange andauern.

Zugleich forderte Fahrenschon von der Politik, die Vermögensbildung von Geringverdienern stärker zu fördern. „Über 60 Prozent unserer Privatkunden haben monatlich eigentlich nichts mehr übrig, um Rücklagen zu bilden“, kritisierte er und sprach sich für eine Modernisierung des vorhandenen Vermögensbildungsgesetzes aus. „Seit 1998 sind die Einkommensgrenzen beim Vermögensbildungsgesetzes nicht mehr angepasst worden. Deshalb sind zu viele Menschen aus der Förderung herausgefallen.“

Der DGSV-Präsident verteidigte auch die Riester-Rente. „Es dürfen nicht Millionen von Riester-Sparern durch die politische Diskussion verunsichert werden. Wir müssen vielmehr darüber reden, wie die Förderung verbessert und weiter vereinfach werden kann“, erklärte Fahrenschon.

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