bKV: In Frankreich Pflicht

bKV Berater von Michael Fiedler

Krankenzusatz-Versicherungen, die vom Arbeitgeber mitfinanziert werden, sind seit Jahresbeginn Pflicht in Frankreich. Wie es im Nachbarland funktioniert und sich auch in Deutschland auswirkt.

In Frankreich Pflicht: betriebliche Krankenzusatz-Vorsorge Fotolia / Gajus

Seit 2014 werden Beiträge zur betrieblichen Krankenzusatz-Versicherung nicht mehr als Sachlohn, sondern als Barlohn bewertet. Damit sind sie nicht steuer- und sozialversicherungsfrei. Darin ist sicher ein wesentlicher Grund für die noch ausbaufähige Verbreitung von solcher Zusatzvorsorge zu sehen.

Im Nachbarland Frankreich ist die betriebliche Zusatzversicherung hingegen seit Jahresbeginn Pflicht. Arbeitgeber müssen nun eine Krankenzusatz-Versicherung mit vorgegebenem Mindestschutz abschließen und die Hälfte der Kosten tragen.

Der gesetzlich definierte Mindestschutz umfasst die volle Kostenerstattung

  • von Arztbesuchen,
  • rezeptpflichtigen Medikamenten
  • und Laborkosten.


Es gibt eine Krankenhauspauschale, Optiker- und Zahnarztleistungen werden bis hin zu definierten Limits übernommen. 

Auswirkungen auch in Deutschland

Der Industrieversicherungsmakler Artus weist darauf hin, dass auch deutsche Firmen von diesen Regelungen betroffen sind. Zum einen, wenn sie Niederlassungen in Frankreich unterhalten. Zum anderen seien auch Firmen betroffen, wenn sie französische Arbeitnehmer beschäftigen, die in der dortigen Sozialversicherung verblieben sind, weil sie weiterhin in Frankreich wohnen.

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