Altersvorsorge – Darauf kommt es den Deutschen an

Garantien Versicherungen von Sebastian Wilhelm

Deutschland, Land der Sparbücher und Sparstrümpfe. Stimmt dieses Klischee? Eine forsa-Studie kommt zu dem Schluss: ja. Gegenüber der Vorjahresumfrage hat die Sicherheit in der Gunst der Privatanleger gewonnen.

Quelle: fotolia.com/Jeanette Dietl

Legendär sind die Bemühungen des Schauspielers Manfred Krug in den 90er-Jahren, die Deutschen für Aktieninvestments zu erwärmen. Seine Werbung für die „T-Aktie“ hatte durchaus kurzfristigen Erfolg: Fast zwei Millionen Deutsche kauften die Wertpapiere, für viele davon war es das erste Engagement auf dem Aktienmarkt. Und für viele sollte es zugleich auch das letzte sein. Denn die Verheißungen auf stetigen Wertzuwachs erfüllten sich nicht, im Gegenteil. Der Ex-„Tatort“-Kommissar zeigte denn auch späte Reue, als er 2007 sagte: „Ich entschuldige mich aus tiefstem Herzen bei allen Mitmenschen, die eine von mir empfohlene Aktie gekauft haben und enttäuscht worden sind.“

Nun gehört es zum kleinen Börsen-Einmaleins, niemals alle Eier in einen Korb zu legen. Einzeltitel waren, sind und bleiben ein hochspekulatives Investment. Doch derartige Episoden haben nachhaltig zum schlechten Ruf beigetragen, den die Aktie als Vorsorgevehikel hierzulande genießt. Seit jeher schon ein sicherheitsliebendes Volk, haben die Deutschen gerade nach den Crashs der letzten 15 Jahre eine große Scheu vor dem Aktienmarkt kultiviert. Das spiegelt sich auch in einer forsa-Umfrage aus dem Januar 2016: Ihr zufolge war im letzten Jahr das Sparbuch die favorisierte Anlageform (siehe Grafik). Knapp dahinter folgen Lebens- und Rentenversicherungen sowie Tagesgeldkonten. Bausparverträge landen auf dem vierten Rang, bevor mit Fondsanteilen das erste Anlageinstrument mit nennenswerten Renditechancen auftaucht. Auf Aktien setzen gerade einmal 16 Prozent der Deutschen.

 

Rendite? Egal!

Synchron dazu belegt eine weitere, ebenfalls von forsa durchgeführte Befragung, dass die Sicherheit in der Gunst der Anleger gewonnen hat. Waren es 2015 noch 41 Prozent, die der Sicherheit bei der Geldanlage Priorität einräumten, so stieg dieser Wert bis Januar dieses Jahres auf 52 Prozent. Auf eine hohe Rendite legt noch nicht einmal jeder zehnte Befragte Wert.

Das sind Zahlen und dahinterstehende Mentalitäten, an denen man im Zuge einer Vorsorgeberatung nicht vorbeikommt – auch wenn man als Finanzprofi weiß, dass die Rendite einer Anlageform nicht ganz unwesentlich ist. Einen guten Mittelweg bieten Lebensversicherungen mit Beitragsgarantien: Sie nehmen dem Kunden die Angst vor dem Verlust seines Ersparten, eröffnen aber zugleich auch attraktive Chancen auf dessen Vermehrung.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare