Was aus 10 Goldmünzen wirklich wurde

Sachwerte von Matthias Hundt

Gold oder Silber? Egal! Hauptsache Sachwerte als Absicherung ins Depot, lautet eine altbekannte Empfehlung. Doch was hat es in den vergangenen Jahren wirklich gebracht?

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Nach der Finanzkrise machten sich Gold und Silber, getrieben von der Verunsicherung der Anleger, auf, beinah täglich neue Höchststände zu erklimmen. In Euro gerechnet ging es für Gold rauf bis an die 1.400-Euro-Marke, Silber schaffte es kurzzeitig über 33 Euro je Unze. Doch dann, gerade als auch die zögerlichsten Anleger noch dem Herdentrieb folgten, ging es bergab.
Die Silberunze versucht sich seit 2013 um die 15 Euro zu stabilisieren. Gold rutschte deutlich unter 900 Euro, konnte aber zumindest in 2016 bislang nur glänzen. Die Unze Gold notierte heute in Euro bei 1.142 Euro, Silber kostet aktuell 13,70 Euro.  

Wann sprangen Sie auf den Edelmetallzug?
Anleger, die schon vor der Finanzkrise in Gold und Silber investiert waren, stören sich deutlich weniger am Warten auf die Trendwende. Trotz Einbußen liegen sie zum Teil deutlich im Plus. Doch wer dem Hype beispielsweise Anfang 2013 folgte, liegt mit Gold rund 6 Prozent im Minus. Silberfans aus 2011 blicken gar fast auf eine Halbierung ihrer Anlage zurück. Euro-Anleger profitierten dabei noch von einem für sie günstigen Verlauf des Euro-Dollar-Kurses. In der Handelswährung US-Dollar fällt die Bilanz der Edelmetalle noch etwas schlechter aus.    

 

Interpretation der Grafik: Für den heutigen Kaufpreis von zehn Goldunzen (11.420 Euro) hätten sie vor zehn Jahren beim damaligen Preis von 471 Euro noch 24,2 Unzen bekommen. Wenn Sie vor drei Jahren investiert haben, ist ihre Anlage heute nur noch 9,4 Unzen zum damaligen Preis wert.