Riester-Rente: Zulagenkürzung vermeiden

Berater von Michael Fiedler

Steigende Einkommen können bei Riester-Renten zu einer Zulagenkürzung führen.

Fotolia / Andrey Popov

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die tariflichen Monatsverdienste im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent. Bei der Erhebung wurden

  • tarifliche Grundvergütungen,
  • tariflich festgelegte Sonderzahlungen (Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen)

berücksichtigt.

Damit handelt es sich zwar um den geringsten Anstieg seit 2011. Doch Riester-Sparer sollten dennoch ihre Verträge prüfen, um Zulagenkürzungen zu vermeiden.

Denn um die volle Grundzulage (154 Euro) zu erhalten, müssen vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens abzüglich Zulagen eingezahlt werden (mindestens 60 Euro im Jahr).

Das sollte geprüft werden

Liegen Riester-Jahreskontoauszug vom Anbieter und der Sozialversicherungsnachweis vom Arbeitgeber vor, sollte der jährliche Riester-Check durchgeführt werden, rät die uniVersa.
Beim Kontoauszug sollte vor allem das Datenblatt zum Antrag auf Zulage geprüft werden und Änderungen, beispielsweise bei Zulagenberechtigung, Steuerdaten, Zulagennummer oder Kindergeld, mitgeteilt werden. Auf der Änderungsmitteilung können auch neugeborene Kinder eingetragen sowie Entgelt aus Land- und Forstwirtschaft oder Entgeltersatzleistungen wie Krankengeld übermittelt werden.

Steuervorteil muss extra beantragt werden

Neben den staatlichen Zulagen fördert der Staat die Riesterrente auch mit Steuervorteilen über einen Sonderausgabenabzug von bis zu 2.100 Euro pro Jahr. Um die Steuerersparnis zu erhalten, müssen Riestersparer allerdings bei der Einkommensteuererklärung die Anlage AV ausfüllen und beifügen.

Welche Gründe mehrheitlich für Rückforderungen von Riester-Zulagen sorgen, lesen Sie im procontra-Interview: Riester-Zulagen - Wann muss zurückgezahlt werden?

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