DKV: Beiträge steigen massiv

Berater Top News von Michael Fiedler

Private Krankenversicherung: Die Beiträge der DKV steigen massiv an. 59,2 Prozent der 815.000 Voll-Versicherten sind von den Beitragsanpassungen betroffen.

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Wie die DKV gegenüber procontra online bestätigte, kommt es in vielen Tarifen zu Beitragssteigerungen. Im Tarif BM 4 sind die Anstiege auf 129,90 Euro pro Monat begrenzt worden. Allerdings bezieht sich diese Deckelung nur auf den Tarifbeitrag, d.h. individuell vereinbarte Zuschläge kommen hinzu, so DKV-Sprecherin Sybille Schneider auf procontra-Nachfrage.

Die Beitragsanpassungen begründet die Versicherung einerseits mit der Absenkung des Rechnungszinses. Andererseits aber auch mit Kostensteigerungen. Die demografische Entwicklung macht auch vor dem Versichertenkollektiv der Privaten Krankenversicherer nicht Halt: Die Versicherten werden älter und entsprechend sei eine Zunahme altersbedingter Erkrankungen zu verzeichnen.
Auch der medizinische Fortschritt führe zu höheren Kosten. Künstliche Herzpumpen, neue Krebsmedikamente seien wirksam, aber teuer. So nannte Frau Schneider beispielhaft neue Hepatitis C-Präparate, deren Kosten um 150 Prozent über den vorherigen Preisen liegen würden.

Dass Einbrüche im Neugeschäft die Tarifanpassungen befeuern würden, wie es bei Bild und Tagesspiegel heißt, konnte die Sprecherin nicht bestätigen. Vielmehr sei die Zahl der Kündigungen zurückgegangen.

Um die Beitragsanpassungen abzufedern, setzt die DKV 439 Millionen Euro aus eigenen Rückstellungen ein.