Die Bedeutung von Rendite und Garantie in Indexpolicen

Indexpolicen von Oliver Lepold

Die Chancen an den Kapitalmärkten nachhaltig zu nutzen, ohne andauernd gefährliche Risiken einzugehen. Volatilität vermeiden und sorglos schlafen. Dieser Wunsch vieler Anleger für ihre Altersvorsorge ist angesichts des andauernden Niedrigzinsumfeldes eine der großen Aufgaben, vor der viele Berater im Kundengespräch stehen.

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Die meisten Deutschen unterliegen einer Fehleinschätzung bei der Planung ihrer Altersvorsorge. Einerseits überschätzen sie die Validität der staatlichen Rente, andererseits unterschätzen sie grob ihre eigene Lebenserwartung. Nach Angaben des Munich Centre of Economics glauben Frauen, dass sie im Durchschnitt 80,3 Jahre und Männer, dass sie 75,8 Jahre alt werden. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Lebenserwartung aber rund sieben Jahre höher, nämlich bei 87,4 Jahren für Frauen und 82,2 Jahren für Männer (Stand 2012). Und dank des medizinischen Fortschritts steigt sie Jahr für Jahr weiter an.

Menschen leben also immer länger in der Rentenzeit und benötigen entsprechendes Kapital für den Ruhestand. Die andauernde Niedrigzinsphase macht es aber schwierig bis geradezu unmöglich, allein auf die herkömmlichen Produktrezepte der Vergangenheit zu setzen. Ein oder zwei Prozentpunkte Differenz in der Rendite des Altersvorsorgeproduktes machen bereits einen empfindlich spürbaren Unterschied im Ablaufergebnis aus.

Ein Beispiel: Für einen Sparplan werden monatlich 100 Euro, insgesamt also 36.000 Euro über 30 Jahre hinweg eingezahlt. Bei einer früher marktüblichen Gesamtverzinsung von 6 Prozent stand dem Versicherten am Ende der Laufzeit seines Vertrags damit ein Endkapital in Höhe von 97.953 Euro zur Verfügung. Sind es hingegen nur 4 Prozent Verzinsung, sinkt die Ablaufleistung auf 68.760 Euro. Und bei nur 2 Prozent werden nach 30 Jahren gar nur 49.209 Euro ausbezahlt.

Es liegt im Wesen eines Finanzproduktes, dass mit der Renditechance auch stets das Risiko und häufig auch die Volatilität steigt. In der Altersvorsorge ist Sicherheit aber ein ganz wesentliches Prinzip. Ein Verlust von Teilen oder sogar des ganzen Kapitals muss in der Produktkonzeption ausgeschlossen sein. Daher bieten viele Versicherer Garantien in verschiedener Ausführung als Bestandteil ihrer Produktpalette an. Andere Anbieter brandmarken Garantien als viel zu teuer, bei entsprechend langer Laufzeit eines Vertrages seien diese nicht notwendig. Risiko könne man auch durch kluge Steuerungsmechanismen einer Kapitalanlage anderweitig begrenzen.

Das ist letztlich eine Frage der Einstellung und des persönlichen Risikoprofils. Klar ist: Rendite ist sehr wichtig für das Erreichen der Ziele in der Altersvorsorge. Viele Versicherte in Deutschland halten lebenslange Garantien in der Altersvorsorge nach wie vor für unverzichtbar. Neue Produktkonzepte können diese Prämisse nicht außer Acht lassen. Die noch relativ junge Anlageklasse der Rentenversicherungen mit Indexbeteiligungen (Indexpolicen) setzt hier an und positioniert sich im Spannungsfeld zwischen den Motiven Sicherheit, Verständlichkeit und Rendite. Eine zeitgemäße Lösung für die Altersvorsorge mit mehr Rendite ohne mehr Risiko.