Der Markt für Indexpolicen

Indexpolicen von Oliver Lepold

Vor wenigen Jahren war die Produktauswahl bei Indexpolicen noch sehr übersichtlich. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase, die viele klassische Versicherungsprodukte nicht mehr für die Altersvorsorge geeignet erscheinen lässt, hat sich das geändert.

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Denn die Nachfrage der Kunden nach kostengünstigen und sicheren Alternativen steigt. Insbesondere für die Altersvorsorge setzen konservative Kunden grundsätzlich auf Garantien, um Verluste zu vermeiden. Viele möchten aber dennoch auch in einem gewissen Rahmen am Kapitalmarkt dabei sein. Das setzt die Produktanbieter unter Druck auch jenseits der klassischen Anlageprodukte neue innovative und flexible Anlageformen zu entwickeln.

Heute haben die meisten namhaften Versicherungsgesellschaften ein oder mehrere Indexprodukte auf dem Markt und vermarkten die Produkte unter der zutreffenden Devise, Sicherheit mit zusätzlichen Renditechancen zu verbinden.

Folgende Produkte sind auf dem Markt:

  • Allianz IndexSelect
  • Axa Relax Rente
  • Condor INDEX-Rente
  • Generali Rente Chance Plus
  • HDI TwoTrust Selekt
  • LV 1871 Rente Index Plus
  • Nürnberger Dax.-Rente
  • R+V IndexInvest
  • Stuttgarter index-safe
  • SV Versicherungen IndexGarant
  • VGH Rente Garant
  • Volkswohl Bund Klassik modern
  • Zurich Vorsorge Garant Plus

Für die privaten Indexpolicen gelten die üblichen steuerlichen Vorteile der Lebensversicherungen. Das bedeutet, die Ansparphase ist komplett steuerfrei, zudem gelten die meist nur hälftige Gewinnbesteuerung bei Kapitalauszahlung und die je nach Rentenbeginn geringe Ertragsanteilbesteuerung bei Verrentung.

Die auf dem Markt erhältlichen Indexpolicen unterscheiden sich einerseits in dem Index, in den sie investieren. Das können gängige Aktien- und Kapitalmarktindizes wie der Dax oder der EuroStoxx sein oder eigens speziell für das Produkt geschaffene Indizes, die auch in andere Anlageklassen wie Sachwerte investieren können.

Andere Unterscheidungskriterien sind die Berechnungsmethoden der Rendite und der unterschiedliche Grad an Flexibilität, den die Indexpolicen anbieten. Letzteres bezieht sich sowohl auf die Möglichkeit einer Dynamisierung, auf Entnahmen und zusätzliche Einlagen, als auch auf die Zurverfügungstellung der Indexpolice in verschiedenen Produktformen, zum Beispiel in den Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) oder als Basisrente.

Versierte Berater und Vermittler prüfen daher die Produktkriterien, Leistungsversprechen und die Kapitalstärke des Anbieters und bringen diese Charakteristika mit den Anforderungen und Bedürfnissen ihrer Kunden überein, bevor sie ein bestimmtes Indexprodukt empfehlen.