1,2 Billionen Dollar für Aktionäre

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Die Dividendensumme für USA, Europa und Japan beläuft sich auf rund 1.240 Milliarden US-Dollar. Welchen Anteil Gewinnausschüttungen an der Gesamtrendite von Aktien haben.

Deutsche Unternehmen kehren 53 Milliarden Dollar an ihre Eigentümer aus. Fotolia / pathdoc

Die Dividendensaison hat begonnen. Die Fondsgesellschaft Fidelity hat das zum Anlass genommen, ein paar Zahlen zu recherchieren und bezieht sich dabei insbesondere auf Daten von Bloomberg: Demnach schütten deutschen Unternehmen in diesem Jahr 53 Milliarden US-Dollar an Dividenden an ihre Eigentümer aus. Die durchschnittliche Dividendenrendite im Leitindex DAX liege deutlich über 3 Prozent, weltweit seien es 2,3 Prozent. Die ausgeschüttete Summe in den USA, Europa und Japan liege insgesamt bei 1.240 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Das entspricht etwa einem Drittel der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands.

Nicht nur auf die Rendite schielen

Laut Fidelity sind zuverlässige Dividendenzahlungen ein Indikator für solide Unternehmensbilanzen, hohe Liquidität und eine gute Eigenkapitaldecke. Eine Analyse des MSCI World Index zeige, dass sich der Aktienkurs von Unternehmen, die nachhaltig ihre Dividenden steigern, besser entwickelt als der Durchschnitt aller Aktien. Der Beitrag, den Dividenden langfristig an der Gesamtrendite von Aktien ausmachen, werde unterschätzt: Betrachte man den globalen MSCI All Country World Index von 1990 bis heute, steuerten Dividenden mehr als die Hälfte zur Rendite bei, meint die Fondsgesellschaft.

Allein auf die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen zu setzen, erscheint Fidelity aber als der falsche Ansatz. Ebenfalls maßgeblich für die Titelauswahl seien das Geschäftsmodell eines Unternehmens, ein konstant hoher Geldfluss sowie eine solide Bilanz.

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