Preise für Wohnimmobilien steigen kräftig

Sachwerte von Stefan Terliesner

Bundesbank: Objekte in den städtischen Regionen „überaus hoch bewertet“. Preisanstiege gleichen sich zwischen den Städten weiter an.

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„Im vergangenen Jahr zogen die Preise für Wohnimmobilien erneut kräftig an. Der Preisauftrieb war dabei regional breiter angelegt als in den Jahren zuvor.“ Dies schreibt die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Die kräftige Nachfrage nach Wohnraum habe die preisdämpfenden Effekte der zunehmenden Bestandsauweitung übertroffen. Gemessen an den preisbestimmenden wirtschaftlichen und demografischen Fundamentalfaktoren dürften in den städtischen Regionen Wohnimmobilien weiterhin überaus hoch bewertet sein, schreibt die Behörde.

Anstieg um bundesweit 6 Prozent

Und weiter: „Laut Berechnungen basierend auf Angaben der bulwiengesa AG nahmen die Preise für Wohnimmobilien in deutschen Städten im Jahr 2015 um durchschnittlich 6 Prozent zu, nachdem sich der Anstieg im Jahr zuvor recht deutlich von 7,5 Prozent auf 5,5 Prozent ermäßigt hatte. Damit war die Preisdynamik im Jahr 2015 annähernd so kräftig wie im Durchschnitt der fünf vergangenen Jahre.“

Eigentumswohnungen verteuerten sich im den Angaben zufolge im Berichtsjahr mit 6,5 Prozent stärker als Reihen- und Einfamilienhäuser. Deren Preise nahmen wie schon 2014 mit einer Rate von 5 Prozent zu. Das Ausmaß der Preisanstiege bei Wohnungen nahm laut Bundesbank vor allem in denjenigen Städten zu, in denen das Interesse an Eigentumswohnungen bislang vergleichsweise gering gewesen war, während sich im Fall von Reihenhäusern die Preisentwicklung auch in den Regionen spürbar beschleunigte, die zuvor bereits überdurchschnittliche Preissteigerungen aufgewiesen hatten. Auch Mehrfamilienhäuser in den Städten verteuerten sich laut Angaben der bulwiengesa AG im Jahr 2015 erneut mit einer Rate über dem Jahresdurchschnitt seit Beginn des Aufschwungs am Immobilienmarkt.

Gute gesamtwirtschaftliche Lage

Die Preisanstiege auf den Wohnimmobilienmärkten glichen sich zwischen den Städten weiter an: Wohnraum in den Großstädten verteuerte sich im vergangenen Jahr mit einer Rate von 6,25 Prozent merklich schwächer als im Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre und damit ähnlich stark wie in den Städten insgesamt. Für eine anhaltend kräftige Wohnungsnachfrage sorgten unter anderem die unverändert guten Aussichten für Einkommen und Beschäftigung, berichtet die Bundesbank.

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