maxpool: Keine Kooperation mit FinTechs

Berater Top News Digital von Michael Fiedler

In der Mannheimer Erklärung hatten sich Pools bereits gegen die Zusammenarbeit mit „Bestandsräubern“ ausgesprochen. Nun legte Oliver Drewes von maxpool nach.

maxpool-Chef Oliver Drewes

Klare Worte aus Hamburg in Richtung FinTechs: „Viele der derzeitigen Online-Startups werden schon aus Haftungsgründen in eine mittelfristig vorhersehbare Katastrophe hineinlaufen. Nur Manager mit einer klaren Exit-Strategie können dieses Thema entspannt sehen. Kunden werden bei komplexeren Fragestellungen oder im Schadenfall schnell merken, wie wichtig eine umfassende Beratung durch einen qualifizierten Makler ist“, so Oliver Drewes, Geschäftsführer von maxpool. Eine Kooperation mit reinen Bestandssammlern komme nicht in Frage. „Nicht jeder der Maklerstatus hat, hat es auch verdient, als Makler gesehen zu werden", so Oliver Drewes in einem Statement zu möglichen Kooperationen von Pools und FinTech-Anbietern.

blau-direkt-Chef Oliver Pradetto sieht das anders. „Zusammen können wir erheblich mehr investieren und erheblich schneller innovativste Technologien zum Einsatz bringen“, so Pradetto über die Vorzüge einer möglichen Kooperation zwischen blau direkt und Knip.

Versicherungsvermittlung ist kein Onlinespiel

Auch maxpool will sich neuen Technologien nicht verschließen – sie seien die Zukunft der Branche. „Die Digitalisierung des Maklers dabei aber mit den Geschäftsmodellen von anonymen FinTechs-Startups zu verwechseln, ist aus meiner Sicht falsch. Kooperationen mit FinTechs, die nur Bestände einsammeln, halten wir für nicht partnerschaftlich gegenüber Maklern, die verantwortungsvoll für eine individuelle Kundenberatung einstehen“, führt Drewes weiter aus.

Aus Sicht des Pools müsse hinter jedem System ein Makler stehen, der die Verantwortung für seinen Kunden trägt und ihm im Ernstfall auch beratend zur Seite steht. „Die Technik kann und sollte das nur vereinfachen und unterstützen. Versicherungen sind eben komplex und eine ernste und wichtige Angelegenheit und somit kein Onlinespiel“, so Drewes.

Er meint, dass Makler bei solchen Kooperationen befürchten müssten, die Datenhoheit zu verlieren. Oder dass die Technik an ein kapitalstarkes FinTech oder an größere Player meistbietend verkauft wird.

Der inhabergeführte Maklerpool maxpool kündigte an, bald eine eigene Lösung zu präsentieren, die qualifizierte Beratung mit moderner Onlinetechnik kombiniert.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare