„Ausuferndes Angebot lähmt Versicherer“

Versicherungen Top News von Stefan Terliesner

zeb-Studie: Assekuranz kämpft mit einem ausdifferenzierten Produktportfolio und verschachtelten Vertriebswegen. Wildwuchs bei IT-Systemen.

Professor Fred Wagner führt einen Teil der komplexen Zugangs- und Vertriebswegestruktur auf Fusionen von Versicherern zurück. Bild: Pressefoto IVFW Leipzig

Die Assekuranz steht sich auch selbst im Weg. Viele Prozesse sind zu komplex. Dies ergab eine Studie der Managementberatung zeb aus Münster. Treiber dieser Entwicklung sind laut Pressetext „das ausufernde Produktportfolio, eine zunehmend komplexe Zugangs- und Vertriebswegestruktur sowie die permanent steigenden regulatorischen Anforderungen.“ Laut zeb stufen rund 70 Prozent der befragten Unternehmen ihren Komplexitätsgrad als zu hoch ein und knapp 80 Prozent der Unternehmen benötigen deshalb zusätzliche Ressourcen und Spezialisten.

Die Komplexität ist nach Aussagen von Fred Wagner auch darauf zurückzuführen, „dass fast 70 Prozent der befragten Unternehmen in der Vergangenheit Fusionen oder M&A durchgeführt haben und ein Großteil noch immer mit unterschiedlichen IT-Systemen und Produktportfolien arbeitet“. Wagner ist Professor am Institut für Versicherungslehre an der Universität Leipzig und hat an der Studie mitgewirkt. Auf die wachsende Komplexität und ihre Folgen für die Assekuranz und indirekt den Vertrieb hat procontra in der Print-Ausgabe 5/2015 unter der Überschrift „Versicherer misten aus“ hingewiesen.

Seite 1: Zu komplex, um effizient zu sein
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